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25 Welpen an deutscher Grenze eingeschläfert: Begründung des Veterinäramts ist untragbar

Husky-Welpen in Auto dog-angry
© Symbolbild / Shutterstock

Alles nur Ausflüchte? Tierfreunde in Deutschland sind fassungslos über die abscheuliche Entscheidung des dänischen Veterinäramtes. Denn dieses greift mit äußerster Härte durch.

von Stefanie Gräf

Am 17.08.20, 19:00 veröffentlicht

 

Stefan B., Leiter des Tierheims in Flensburg kann die Entscheidung des dänischen Veterinäramtes nicht verstehen. 25 geschmuggelte Hundewelpen wurden einfach eingeschläfert, ohne wenigstens das deutsche Tierheim zu kontaktieren. Dabei hätten die Welpen sogar direkt vermittelt werden können.

Dreister Tierschmuggel entdeckt

Grund der ganzen Aufregung: Die Polizei hatte am deutsch-dänischen Grenzübergang Fröslee einen polnischen Kleintransporter gestoppt – an Bord 25 Hundewelpen. Zum Teil so jung, dass sie eigentlich noch nicht von ihrer Mutter hätten getrennt werden dürfen. 

Der 33-jährige Fahrer konnte keinerlei Dokumente und Gesundheitsatteste für die Tiere vorlegen, bei einer Einreise nach Dänemark ist aber beispielsweise eine aktuelle Tollwutimpfung Pflicht. Erklärtes Ziel ist es, ein Einschleppen dieser Erkrankung zu verhindern. Da der Pole laut der dänischen Nahrungsmittelbehörde zudem kein registrierter Züchter ist, wurde ihm die Einreise mit den Welpen verweigert.

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Dänemark macht kurzen Prozess

Die Option, mit den Welpen wieder nach Polen zurückzufahren, kam für den Hundeschmuggler nicht in Frage. Deshalb fällte das dänische Veterinäramt einen grausamen Entschluss: Die bedauernswerten Welpen wurden eingeschläfert.

Die Stadt Flensburg wurde nicht einmal um Amtshilfe gebeten. Kommunalpolitiker Karsten Sörensen, Ratsherr der Flensburger CDU, betonte, es sei „jederzeit Hilfe für die Tiere geleistet“ worden.

Im Internet regent sich nun Wut und Fassungslosigkeit über diesen Fall, beispielsweise heißt es von Tierfreunden, dass Dänemark für sie nicht mehr als Urlaubsziel in Frage kommt. Andere bezeichnen die dänischen Veterinäre sogar als „Tiermörder“.