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Nach Ferienende: Hamburger Tierheim macht schockierende Details öffentlich

Die Sommerferien in Hamburg sind vorbei, doch das Leid der Tiere in der Hansestadt geht weiter. Über 250 treue Begleiter landeten in den vergangenen sechs Wochen im Tierheim – viele wurden abgegeben, die meisten ausgesetzt, wie der Hamburger Tierschutzverein nun in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

von Nina Brandtner

Am 12.08.20, 15:30 veröffentlicht

254 Tiere ausgesetzt oder abgegeben

Sie sind die „diesjährigen Ferienopfer”, wie der Hamburger Tierschutzverein (HTV) schreibt: Shar-Pei-Mischling Tay, der an einem Juliabend auf eine Hundeplatz angebunden wird. Schildpatt-Katze Maja, die von ihrem Halter in ihrer Transportbox in einem Waldstück abgeladen und allein gelassen wird. Und Ella, eine Katzenmama, die sich offenbar kurz nach der Geburt in einem abgestellten Transportkorb wiederfindet. Wo ihre Babys sind und ob sie noch leben, weiß niemand.

„Es ist immer wieder erschütternd, wie skrupellos Halter*innen mit den ihnen anvertrauten Tieren umgehen. Dass Ferien oder Urlaub einen höheren Stellenwert haben als die Versorgung des eigenen Schutzbefohlenen, ist mir unbegreiflich.“

Die 1. Vorsitzende des HTV, Janet Bernhardt, ist entsetzt. Trotz der Corona-Krise und weniger Urlaubsreisen wurden die Sommerferien vielen Vierbeiner zum Verhängnis. In den sechs Wochen zwischen dem 25. Juni und dem 5. August nahm der Tierschutzverein in seinem Tierheim in der Süderstraße 254 Tiere auf. 98 von ihnen wurden von ihren Haltern zumindest noch ins Tierheim gebracht und waren damit keiner direkten Gefahr ausgesetzt. 156 Tiere dagegen hatten weniger Glück: Ihre Halter setzten sie aus.

Katzen sind besonders oft betroffen

Unter den Ausgesetzten sind fünf Hund und 64 Katzen. Besonders schlimm hat es auch Kaninchen, Ziervögel, Tauben und Schildkröten erwischt. Und selbst ein Frettchen, ein Pfau und eine Spinne fielen der Skrupellosigkeit ihrer Halter zum Opfer. Im Tierheim abgegeben wurden zehn Hunde, 47 Katzen und zahlreiche weitere Kleintiere.

Für die Tiere gibt es nun immerhin einen Lichtblick. Wie der HTV schreibt, werden alle Schützlinge von den Tierpfleger*innen liebevoll betreut und bestmöglich versorgt.

Das Aussetzen eines Tieres ist strafbar

Nach dieser erschreckenden Bilanz weißt der Tierschutzverein nochmal darauf hin, dass das Aussetzen eines Tieres strafbar ist und mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bestraft werden kann. Sollte das Tier versterben, droht in manchen Fällen sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.