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Neuariges Virus in Italien entdeckt: Kätzchen beißt Halterin und stirbt

Beunruhigende Meldungen aus Italien: In der Toskana stirbt eine Katze, nachdem sie ihr Frauchen gebissen hat. Die Autopsie deutet auf eine extrem seltene Viruserkrankung hin. Entsteht hier eine neue Gefahr für Menschen?

von Stefanie Gräf

Am 06.07.20, 08:30 veröffentlicht

Besorgniserregende Vorkommnisse in der italienischen Region Toskana: Der mysteriöse Tod einer Katze in der Gemeinde Arezzo sorgt derzeit für Aufregung. Derzeit untersucht das Gesundheitsministerium den Fall eingehend.

Bei der routinemäßigen Autopsie der Katze wurde in deren Gehirn das extrem selten Lyssavirus entdeckt. Es handelt sich um einen Erreger, der mit dem Tollwutvirus verwandt ist. Bislang konnte er nur ein einziges weiteres Mal nachgewiesen werden, im Jahre 2002 bei einer Fledermaus im Kaukasusgebiet.

Der neuerliche Nachweis wirft daher viele Fragen auf, vor allem aber: Stellt dieses Virus auch eine Gefahr für Menschen dar?

Wa sist das Lyssavirus?

Als die Katze in Arezzo starb, nachdem sie ihre Halterin gebissen hatte, stand sofort der Verdacht auf Tollwut im Raum. Dabei sind die letzten Fälle in Italien zwischen 2008 bis 2011 beim Rotfuchs aufgetreten, seit 2013 gilt der Tollwuterreger hier eigentlich als ausgerottet. Das Istituto Zooprofilattico Sperimentale in Venedig konnte in der Probe das Lyssavirus isolieren.

Ist nun ein weiteres Virus dabei, die Artenschranke zu überwinden? Für die Forscher ist es eine Überraschung, dass der bei einer Fledermaus nachgewiesene Erreger nun eine Katze befallen hat. Kommt nun womöglich der Mensch an die Reihe? Derzeit gibt es keine Hinweise dafür.

Die Vorsichtsmaßnahmen

Umgehend wurden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So erhielten alle Personen, die mit der Katze in Kontakt gekommen waren, eine Prophylaxe. Zudem hat der Bürgermeister von Arezzo, Alessandro Ghinelli, die Beschlagnahme der anderen Tiere der Katzenhalterin angeordnet.

Des Weiteren gilt seither in der Region Arezzo bis zum 27. August für alle Hunde Leinenzwang. Streuner sollen eingefangen werden und sechs Monate lang unter Beobachtung verbleiben.