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Hamburger Tierschutzverein: Fred soll nicht zu seinem Halter zurückmüssen

Der bedauernswerte Fred
© Facebook / Hamburger Tierschutzverein e.V.

Muss „Fred“ bald sterben? Hamburger Tierschützer bangen um das Leben des gutmütigen Hundes. Er hat schon so viel durchmachen müssen, doch vielleicht kommt alles noch schlimmer!

von Stefanie Gräf , 03.03.2020

Fred weiß nicht, welches schlimme Schicksal ihm droht. Der freundliche, verkuschelte American-Staffordshire-Rüde freut sich einfach nur, dass es ihm endlich einmal gut geht. Seit dem 2. Dezember befindet er sich im Hamburger Tierheim, vermutlich eine der schöneren Stationen in seinem bisherigen kurzen Leben.

Widerrechtliche Einreise

Anfang Dezember wurde Fred am Hamburger Flughafen beschlagnahmt; er war mit seinem Herrchen auf der Rückreise aus der Türkei nach Dänemark. Die Straftat: Es fehlt eine aktuelle Tollwut-Impfung, deshalb ordneten die Behörden zusätzlich eine Isolierung bis Anfang März an. 

Wurde Fred als Kampfhund missbraucht?

Die Tierschützer sind schockiert über den Zustand des Rüden: Beide Ohren sind verstümmelt, ein Auge fehlt. Dieses war mit einer frischen Naht vernäht, die sich entzündet hatte. Der hinzugezogene Tierarzt vermutet aufgrund des Zustands, dass Fred bei Hundekämpfen eingesetzt worden sein könnte. 

In Dänemark erwartet ihn der Tod

Durch seine Rasse gewinnt die Beschlagnahme von Fred nun Brisanz. Weil ein Gentest bestätigte, dass es sich bei dem Vierbeiner um einen Angehörigen einer „gefährlichen Hunderasse“ handelt, steht nun möglicherweise sogar Freds Leben auf dem Spiel. Denn wird er nun wie vorgesehen seinem Halter in Dänemark ausgehändigt, erwartet ihn der sichere Tod. Das dänische Gesetz fordert eine Einschläferung von Hunden „gefährlicher Rassen“ – ohne weitere Einzelfallprüfung. 

Keine Chance für Fred?

Auch in der Hansestadt kann der liebe Rüde nicht bleiben, hier besteht ebenfalls ein Verbot. Deshalb würde das Tierheim Hamburg ihn gerne an eine geeignete Stelle außerhalb der Stadtgrenzen vermitteln. Doch das Problem: Der Hundehalter mauert, will Fred nicht freigeben. In der kommenden Woche will er den Rüden abholen - obwohl die Weiterreise nach Dänemark den sicheren Tod bedeutet.