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Kampf den Hundehaufen: Deutsche Gemeinde will DNA-Analysen durchführen

Kampf den Hundehaufen: Deutsche Gemeinde will DNA-Analysen durchführen
© Shutterstock: Symbolbild

Tretminen sind in vielen deutschen Städten und Gemeinden ein alltägliches Ärgernis. Doch wie kann man rücksichtslose Hundehalter zur Verantwortung ziehen? Eine Gemeinde aus Bayern will jetzt ganz neue Wege gehen.

von Philipp Hornung , 27.02.2020

 

Lichtenau im Landkreis Ansbach will in naher Zukunft eine DNA-Datenbank für Hundekot einrichten. Mit dieser außergewöhnlichen Maßnahme sollen Hundehalter zur Verantwortung gezogen werden. Herrchen und Frauchen, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht von den Grünflächen entfernen, sollen damit umgehend ermittelt werden können.

Kampf den Tretminen

Wie viele andere Gemeinden hierzulande hat auch Lichtenau gerade in öffentlichen Grün- und Parkanlagen mit ärgerlichen Hundehaufen zu kämpfen. Besonders für die örtlichen Landschaftspfleger sei das ein unerträglicher Zustand. Dabei gibt es über das gesamte Stadtgebiet verteilt 17  durch die Hundesteuer finanzierte Hundestationen, in denen der Hundekot entsorgt werden kann.

Das Rathaus will aus diesem Grund nun eine freiwillige Datenbank einführen, in der die 386 Vierbeiner, die in der 4000-Seelen-Gemeinde leben, registriert werden. Es soll ein Backenabstrich von jedem Hund genommen und in einem Labor hinterlegt werden. Bei einem Verstoß soll eine Probe des Häufchens entnommen, analysiert und dadurch der Halter ermittelt werden.

Der einzige Haken an der Sache: Herrchen und Frauchen müssten ihre Tiere freiwillig in der Datenbank anmelden. Weil das Rathaus die Hundehalter aber nicht zwingen kann, setzt sie nun auf andere Anreize: Es sollen zum Beispiel Gutscheine für Hundefutter verteilt werden.

 

?? Die Gemeinde Lichtenau im Landkreis Ansbach will eine DNA-Datenbank für Hundekot einrichten. Damit sollen Hundehalter...

Posted by BR24 on Sunday, February 23, 2020