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Hunde und Kätzchen dürfen nicht mehr als Haustiere bezeichnet werden

Welpe und Kätzchen im Wald dog-cat-wow
© Shutterstock

Haustiere sollen künftig nicht mehr als solche bezeichnet werden - das will die Präsidentin der Tierschutzorganisation PETA durchsetzen. Was hinter dem Vorschlag steckt und warum auch der Halter nicht länger Halter heißen soll, erklärt Wamiz.

von Carina Petermann , 05.02.2020

„Begleiter” statt „Haustier”

Für viele dürfte der Vorschlag aus dem Nichts kommen und für ordentlich Verwirrung sorgen: Die Präsidentin von PETA, Ingrid Newkirk, will den ihrer Meinung nach abwertenden Begriff „Haustier” abschaffen. Stattdessen sollen Halter ihre Vierbeiner zukünftig vielmehr als ihre „Begleiter” bezeichnen. Und wo wir schon bei Haustierhaltern sind, die sollen auch nicht mehr so heißen. Ein laut PETA angebrachterer Begriff wäre „Menschlicher Betreuer”.

Doch woher kommt diese Unzufriedenheit mit dem etablierten Vokabular?

Andere Begriffe, andere Wahrnehmung

Laut Newkirk sei der Begriff „pet” im Englischen (zu Deutsch: Haustier) abwertend und deute an, dass Tiere lediglich „Waren” oder „Dekoration” darstellen. Zu vergleichen sei das mit Menschen, die Frauen als „Süße” oder „Schätzchen” bezeichnen und so erniedrigen. Die PETA-Chefin erklärt:

„Wie wir Dinge bezeichnen, steuert, wie wir über sie denken. Deshalb sollten wir unsere Sprache anpassen, wenn wir über die Tiere in unserem Zuhause sprechen.”

Schließlich seien Tiere keine Dekoration oder Spielzeug, keine Alarmanlage oder ein Grund für einen Spaziergang. Sondern Lebewesen, so die 70-Jährige.

„Ein Hund ist ein fühlendes Individuum, mit Emotionen und Interessen, nicht etwas, das man ‚besitzt‘.”

Ob sich Newkirk nun wirklich auch an dem deutschen Begriff Haustier stört, oder nur die englischen Ausdrücke kritisiert, ist nicht bekannt. Dass sich „mein Begleiter” für Hund und Katze hierzulande allerdings durchsetzen würde, ist fraglich.