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Seltsames Pulver seit Monaten auf der Straße: Dahinter steckt ein wütender und fieser Bürger!

Cayennepfeffer auf der Straße
© Facebook

Was ist das nur für ein rotes Pulver an den Parkuhren und vor den Läden im Turiner Stadtviertel Campidoglio? Die Anwohner und Besucher dieses Stadtteils sind beunruhigt. Und das mit Recht.

von Gabriele Breyer , 07.02.2020

 

Für Hunde eine ernstzunehmende Gefahr

Dem Inhaber eines Ladens in der Straße geht es darum, die Hunde abzuschrecken und davon abzuhalten, ihre Bedürfnisse vor seiner Ladentür zu erledigen. Schaden will er den Vierbeinern damit nicht. Und doch ist das gerade die Gefahr bei seinem Abschreckungsmanöver mit Chili-Pulver. Hunde reagieren nun einmal extrem empfindlich auf Cayenne-Pfeffer. Besonders neugierige und verfressene Hunde probieren gern alles aus, was sie vor die Schnauze bekommen. Und Chili ist für ihr empfindlichen Sinne und ihr Verdauungssystem viel zu intensiv und daher hochgiftig. Außerdem besteht die Gefahr, dass bei zu intensivem und direktem Kontakt mit dem starken Gewürz ihr Geruchssinn Schaden nimmt.

Die Antwort des Boutique-Inhabers

Die Reaktionen der Anwohner und Hundebesitzer auf die Chili-Attacke bleiben natürlich nicht aus. Das Abschreckungsmanöver des Boutique-Inhabers stößt auf heftige Kritik. Vor allem von Seiten der Haustierbesitzer. Da rechtfertigt er sich und seine Aktion mit dem Argument, er habe es drei Jahre still ertragen, die Hundehäufen einzusammeln, die verantwortungs- und achtlose Hundebesitzer einfach auf dem Gehweg und vor seinem Laden liegen lassen, und jetzt endgültig die Nase voll. Außerdem zeige seine Initiative auch schon die ersten positiven Ergebnisse! Die Vierbeiner sollen sich jetzt weniger häufig vor seinem Laden verweilen und auch weniger oft ihr Beinchen dort heben. Frühere Versuche, Hunde abzuschrecken und zu vertreiben, seien immer gescheitert. Verletzen oder schaden wolle er damit niemand. Er habe selbst Haustiere und könne keinem Tier etwas zu leide tun.

Es ist natürlich bedauerlich, dass alles erst so weit kommen musste. Vielleicht wäre es ja eine Idee, Überwachungskameras vor seiner Boutique zu installieren und die nachlässigen Hundebesitzer einfach daran zu erinnern, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einzusammeln und zu entsorgen.