Wamiz Logo

Werbung

Weil es flüssig ist: Kätzchen passt in absolut jeden Behälter!

Katze in einer Vase
© Unsplash

Katzen sind außergewöhnlich – klar. Vor allem ihre Fähigkeit, sich auf wundersame Weise, in alle möglichen Behältnisse zu zwängen, bringt uns immer wieder zum Staunen. Jetzt erklärt eine wissenschaftliche Studie, wieso das geht.

von Stefanie Gräf , 20.01.2020

 

Obstschalen, Schuhschachteln, Waschmittelkartons, Blumenvasen – alles perfekte Orte, um ein Katzennickerchen zu halten. Auch wenn die Katze eigentlich viel zu groß ist, um hineinzupassen, sie schafft das. Und sie findet das Ganze offenbar auch noch bequem

Was meist urkomisch aussieht, ist tatsächlich ziemlich außergewöhnlich in der Tierwelt. Denn Katzen schaffen es wirklich perfekt, ihren Körper an Formen anzupassen. Mit dieser faszinierenden Fähigkeit hat sich ein französischer Physiker in einer originellen Studie befasst – die prompt mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet wurde!

Die Pseudo-Studie

Marc-Antoine Fardin, Physiker an der Diderot-Universität in Paris, untersuchte die Rheologie der Katze. Klingt erstmal kompliziert, doch dahinter steckt eine eigentlich simple Tatsache: Die Fähigkeit der Samtpfoten, die Form eines Behältnisses perfekt auszufüllen, ähnelt der von Wasser bzw. von Flüssigkeiten. Daraus ergibt sich – rein logisch gesehen (aber nicht ganz ernsthaft): Sie müssen zugleich sowohl fest als auch flüssig sein, also gleichzeitig in zwei Aggregatzuständen bestehen.

Diese Untersuchung war sicherlich alles andere als "trocken", denn hierfür sichtete der Physiker die fabelhaften Katzenbilder im Internet. Mit Hilfe der Grundprinzipien der wissenschaftlichen Rheologie (der Fließkunde) errechnete er dann, wie lange es braucht, bis sich die Katze im Behältnis entspannt hat bzw. sich der Form völlig angepasst hat. Dieser Wert wiederum ähnelt verblüffend dem von Flüssigkeiten. Ergo …

Die (Spaß)Preisverleihung

Diese bahnbrechenden Erkenntnisse überzeugten auch die Jury des Ig-Nobelpreises, der liebevoll auch als Spaß-Nobelpreis bezeichnet und jedes Jahr an der Harvard-Universität verliehen wird. Ziel ist es, wissenschaftliche Leistungen zu würdigen, die „Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen“. Sei dies etwa, dass Didgeridoo spielen gegen Schnarchen hilft, oder warum alte Männer so große Ohren haben.