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Helfer sind sprachlos, als sie seltsame Kreaturen finden und ihnen das Fell scheren

Verwahrloste Hunde © Winchester City Council

Ein Fußgänger in Großbritannien findet zwei seltsame Wesen und denkt, dass es sich um Schafe handelt. Dann greift eine Tierschutzorganisation ein und spricht von einem besonders schlimmen Fall von Verwahrlosung.

von Leonie Brinkmann, 12.01.2020

 

Hundemama mit acht Welpen ausgesetzt

Es gibt keine Worte, die den Zustand beschreiben könnten, in dem sich diese neun Hunde befanden als die RSPCA sie unter ihre Fittiche nahm. Abgemagert, verängstigt, voller Flöhe und Dreck und von dem Gewicht ihrer eignen Fellmassen beinah erdrückt, erinnerten sie kaum noch an Hunde. Diese armen Hunde wurden in Winchester, im Süden Englands, ausgesetzt und über Monate, vielleicht sogar Jahre sich selbst überlassen. Nach und nach wurden sie dann an unterschiedlichen Orten in der Stadt gefunden.

Wamiz-Ratgeber: Angsthunde

Jan Edwards, ein Mitarbeiter der RSPCA war an der Rettungsaktion beteiligt und erklärt, er habe in seinem Leben noch nie so etwas Grausames gesehen. „Selbst wenn wir nur einen Hund in diesem Zustand gefunden hätten, hätte es mich schockiert. Aber gleich neun in einem so schlechten Zustand zu finden, ist einfach nur verstörend“, berichtet er gegenüber Daily Echo.

Abgemagert, 12 Kilo Fell und voller Flöhe

Die Mitarbeiter und Freiwilligen finden heraus, dass es sich um 8 Welpen zwischen einem und drei Jahren und deren Mutter handelt. Schnell nimmt sich ein Tierarzt ihrer an und sechs Mitarbeiter helfen ihm, die Tiere von ihren Fellmassen zu befreien. Um die 12 Kilo Fell, fast das Doppelte ihres Körpergewichts, entfernen sie bei jedem Hund!

„Die Hunde können sich jetzt wieder freier bewegen und sich normal verhalten. Zwar sind sie noch immer recht scheu und haben einige gesundheitliche Probleme, doch sie reagieren positiv auf Zuneigung“,

berichtet man bei der Stadt Winchester.

Dave, Faye, Justin, Kate, William, Maria, Martha, Mavis, so die Namen der Hunde, und ihre Mama Sian brauchen noch etwas Zeit, um wieder auf die Pfoten zu kommen und sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, bevor sie adoptiert werden können.

Bereits Dutzende Menschen haben sich gemeldet, um den Hunden zu helfen und mit einem Spendenaufruf der RSPCA konnten in nur wenigen Tagen 4.000 Pfund (5.300 Euro) gesammelt werden. In der Zwischenzeit wird nach den Verantwortlichen für die Tat gesucht, denn wehrlose Tiere auszusetzen, ist im Vereinigten Königreich eine Straftat.