Das ultimative Katzen-Quiz von Wamiz

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Harmloses Kätzchen, das einen Fisch frisst, löst Massendemos aus!

Das Foto der Katze auf Salvinis Facebook-Seite cat-serious
© Matteo Salvini - Facebook

Aktuell verursacht eine Katze mit einem Fisch in einem europäischen Land regelrechte Proteste. Was steckt wirklich dahinter?

von Stefanie Gräf

Am 19.12.19, 21:00 veröffentlicht

Matteo Salvini, der Chef der italienischen Partei Lega Nord, sorgt wieder einmal für Aufruhr. Alles nur, weil er bei Facebook ein Foto mit einer niedlichen Katze postet, die einen Fisch verspeist. Wer genauer hinsieht und die italienische Tagespolitik verfolgt, begreift, welche Brisanz in diesem eigentlich so harmlosen Tierfoto steckt: Die Katze verspeist nämlich eine Sardine.

Die Sardinen: Contra Rechts

Aktuell macht in Italien eine Bewegung mobil, die sich selbst als die „Sardinen“ bezeichnet. Ziel ist der Protest gegen Rechtspopulismus – wofür ja besonders Salvini ein Paradebeispiel ist. Ins Leben gerufen wurden die „Sardinen“ am 14. November in Bologna als Flashmob. Entstanden ist der Name, weil es das erklärte Ziel der Protestierer ist, mehr Menschen zu mobilisieren als Salvini. So viele, dass man sich auf dem Hauptplatz einer Stadt wie eine Sardine in einer Dose fühlt. 

Dadurch wurde das Fischlein zum Symbol der Bürgerbewegung, die Salvinis Wiederwahl im Januar 2020 verhindern will. Jetzt schießt Salvini, der sich gerne als Tierfreund zeigt, mit dem an sich harmlosen Katzenbild symbolisch scharf zurück. Er will zeigen, dass er wie eine Samtpfote „Sardinen“ zum Frühstück verspeist.

 

Cosa c'è di più dolce e bello dei gattini? ? P.s. Ai vostri bambini felini piacciono sardine e pesciolini? Mettete la foto nei commenti! Miao! ? #gattiniconSalvini

Posted by Matteo Salvini on Tuesday, November 19, 2019

Manipulation durch den Niedlichkeitsfaktor?

Interessanterweise benutzt Salvini auffallend häufig Aufnahmen von Katzen, um sich öffentlich in Szene zu setzen. Immer wieder sind Bilder von ihm zu sehen, die ihn mit den flauschigen Stubentigern zeigen. Eine gezielte Strategie für die sozialen Medien, wie ihm inzwischen auch andere Politiker, wie etwa Matteo Renzi (Chef Viva Italia) vorwerfen.

Der Grund für den cleveren Schachzug ist mehr als simpel: Salvini setzt auf den Niedlichkeitsfaktor der Samtpfoten, um bei potenziellen Anhängern eine emotionale Bindung zu triggern und ihn als Tierfreund sympathischer – und damit wählbarer – erscheinen zu lassen.

 
"Sardinen"-Proteste in Italien

Die "Sardinen" 6000 sardine sind kleine - scheinbar harmlose - Fische, aber sie sind viele und es werden immer mehr. Sie protestieren gegen Lega-Chef Salvini und gegen Rechtspopulismus.

Posted by ZDF heute on Thursday, November 28, 2019