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Der Umwelt zuliebe: Kätzchen sollen ab sofort an die Leine

Katze mit Leine im Garten cat-serious
© Symbolbild / Shutterstock

Katzen morden - und zwar viel zu viel. Ganze 367 Tierarten auf der ganzen Welt seien durch die frei herumlaufenden Stubentiger gefährdet. Deshalb sehen Wissenschaftler nun nur noch einen Ausweg: Die Mieze muss an die Leine, und zwar dauerhaft.

von Nina Brandtner

Am 04.12.19, 09:00 veröffentlicht, am 19.12.19, 16:14 aktualisiert

Ein Vorstoß von zwei Umweltrechtlern an der niederländischen Universität Tilburg sorgt aktuell für großen Katzenjammer unter Tierfreunden. In einer Studie zeigen die Forscher auf, dass alleine in den Niederlanden jährlich 140 Millionen Tiere jagenden Hauskatzen zum Opfer fallen. Weltweit seien sogar 367 Tierarten von den Samtpfoten bedroht. Arie Trouwborst, einer der Autoren der Studie, zieht eine erschreckende Bilanz:

„Sie fangen und töten sehr viele Tiere und verbreiten Krankheiten. Und sie vernichten einheimischen Arten, wie Vögel, kleine Säugetiere, Reptilien, Amphibien.”

Deshalb fordern die Forscher nun eine europaweite Leinenpflicht für Katzen - die es in der Theorie sogar schon gebe, wie Trouwborst betont. Denn die sogenannte Vogelschutzrichtlinie besagt, dass jeder EU-Staat verhindern muss, dass einheimische Vögel getötet, ihre Nester geplündert oder ihre Eier geraubt werden. Die häuslichen Raubkatzen dürften deshalb gar nicht ohne Leine im Freien herumlaufen.

Während so mancher schon jetzt mit seiner Katze an der Leine spazieren geht, dürfte es für die große Mehrheit der Katzenhalter eine echte Herausforderung werden, die freiheitsliebenden Stubentiger in ein Geschirr zu zwängen. Anders als Herrchen und Frauchen interessieren sich die Miezen nämlich wohl kaum für den Umweltschutz.

 

Hauskatzen hätten zudem zum Aussterben zahlreicher Tierarten beigetragen, schreiben Wissenschaftler von der Universität Tilburg. Ihrem Vorschlag für eine Leinenpflicht erteilte die EU eine Absage.

Posted by tagesschau on Monday, December 2, 2019