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Mensch-Tier-Friedhof Nusse

Der Friedhof bei Lübeck hat nun ein ungewöhnliches Angebot

© Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg / Facebook

Besonderer Friedhof: Immer mehr Menschen wollen hier ihre letzte Ruhe

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Auf den ersten Blick ist es ein ganz normaler Friedhof. Doch die Holzskulptur zeigt, wie wunderbare Idee tatsächlich dahintersteckt.

Die Anlage ähnelt einem Park, sie ist eingebettet in viel Natur. Ein beruhigender Anblick, der den Betrachter innerlich zur Ruhe kommen lässt. Genau richtig für einen Friedhof, bei dem es schließlich darum geht, sich Zeit für Erinnerungen zu nehmen.

Doch die Grabanlage der Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf (Herzogtum Lauenburg/Schleswig-Holstein) ist nicht wie die anderen. Hier sind seit wenigen Tagen Mensch-Tier-Bestattungen möglich. Und das ist ein Angebot, das auf großes Interesse stößt.

Letzte Ruhestätte für Menschen und ihre Tiere

„Es musste auf diesem schönen Parkfriedhof etwas Besonderes her, das aber auch nicht zu viel kosten durfte“, erklärt Petra Müller-Koop, Mitglied des Friedhofsausschusses der Kirchengemeinde, im Gespräch mit Lübecker Nachrichten. Die Idee des Mensch-Tier-Friedhofs war geboren.

Schau dir das an:

Das entsprechende Grabfeld liegt am Rande des Nusser Friedhofs und wurde in ehrenamtlicher Arbeit und durch Spenden realisiert. Alle zogen an einem Strang, um die Idee zu verwirklichen. 

Möglich durch Spenden und viel Eigeninitiative

Nun gibt es hier in Nusse 20 Urnen-Grabstätten (jeweils für bis zu sechs Urnen), in denen mindestens eine Menschen- sowie als Grabbeigabe eine Tierurne zur letzten Ruhe gebettet werden können. Des Weiteren ist Platz für vier Sarg-Gräber mit Platz für je eine Tierurne. Die Bestattung von Tieren ist hier auch zu Lebzeiten des Menschen möglich.

„Tiere werden heute häufig als Familienmitglieder gesehen. Viele Menschen leben in Single-Haushalten allein mit ihren Haustieren. Gerade für ältere Menschen ist das Tier oft der wichtigste Sozialpartner“, weiß Petra Müller-Koop.

Sich neuen Bedürfnissen öffnen

Eine Sache war ihr deshalb ein Anliegen, um diesen Zweck zu symbolisieren: die silbern schimmernde Skulptur aus Tannenholz auf dem Grabfeld. Ein Hund schaut treu zu seinem Menschen auf, die Katze blickt wachsam in die Ferne. „Mir war klar: Hier muss eine Holzstatue hin, die sofort zeigt, was das hier ist. Mir war wichtig, dass man sieht, wie eng zum Beispiel die Bindung zwischen Hund und Mensch ist. Sie schauen einander an.“

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