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Heimliche Tötung tausender Katzen

Dieser Zustand ist für Tierfreunde nicht tragbar

© Maria Surtu / Shutterstock

In einem deutschen Nachbarland werden jährlich Tausende von Katzen getötet

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Die meisten dieser Tötungen geschehen heimlich und niemand fühlt sich verantwortlich. Diese Situation empört nicht nur Tierschützer und Tierrechtler.

Ein unfassbarer Zustand: Mitten im Herzen Europas werden jedes Jahr aufs Neue Tausende Katzen getötet – unbemerkt von der Öffentlichkeit. Zuletzt waren es rund 100.000 Tiere

Hierbei handelt es sich um ein Drittel der ständig weiter ansteigenden Population der heimatlosen Katzen in der Schweiz. Ein besorgniserregender Zustand, wie Tierschutzorganisationen und Tierretter finden. Sie schlagen jetzt Alarm.

 

Heimliche Katzentötungen in der Schweiz!

Die traurige Wahrheit: „Eine Populationskontrolle von Katzen mittels Tötung ist in der Schweiz leider immer noch alltäglich“, so Esther Geisser, Präsidentin der Tierschutzorganisation NetAP. 

Dabei geht es allerdings nicht nur darum, dass viele Streunerkatzen aufgrund von Krankheiten oder den Folgen von Unfällen oftmals qualvoll verenden. Viele von ihnen werden auch heimlich getötet, ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon erfährt.

„Tötungen geschehen meist im Verborgenen“,

weiß Geisser. Deshalb gebe es auch keine genauen Zahlen.

Keine Strafe für diese Taten

Nach wie vor töten viele Bauern Katzenbabys auf ihren Höfen einfach, damit diese sich nicht unkontrolliert vermehren. Und solange sie es selber tun, ist dies rechtlich sogar gedeckt. Denn in der Schweiz gelten Katzen als „Sache“ des Bauern, Tiertötungen werden nicht als solche belangt!

Aber auch Tierschutz-Tierheime in der Schweiz sind anscheinend kein sicherer Ort: „Hat ein Tierheim immer Platz, resultiert dies leider oft daraus, dass sie Katzen, die zu großen finanziellen Aufwand verursachen würden, einfach einschläfern“, erläutert die NetAP Präsidentin gegenüber watson.ch.

Kastrationspflicht ist „unverhältnismäßig“

Weder eine Petition von Tierfreunden noch eine Eingabe im Parlament brachten bislang ein Umdenken. Das Parlament lehnte eine Kastrationspflicht als „unverhältnismäßig“ ab. Das herrschende Katzenelend wird jedoch nicht bestritten. Außerdem sei diese Pflicht aufgrund einer fehlenden Kennzeichnungsvorschrift bei Katzen in der Schweiz nicht durchführbar.

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