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Frau beim Spaziergang mit Golden Retriever

Ausgerechnet Gassigehen soll gesundheitsgefährdend sein?

© LightField Studios / Shutterstock

Forscher: Gassigehen ist für ältere Frauen ein großes Risiko

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Viel frische Luft und regelmäßige Bewegung – normalerweise gilt ein Hund als besonders gut für die Gesundheit. Eine neue Studie belegt Überraschendes.

Wer einen Hund hält, der ist gesünder als andere Menschen. Schließlich muss er ja regelmäßig mit ihm Gassigehen. Soweit eine verbreitete Meinung. Doch in Wahrheit haben Hundehalter sogar ein größeres Gesundheitsrisiko. Die Spitzenreiter: ältere Frauen.

Forscher der renommierten Johns Hopkins Universität in den USA haben jetzt eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse eine Überraschung sind. Basis hierfür ist die Analyse einer umfangreichen Datensammlungen zwischen 2001 und 2020 in den USA.

 

Gassigehen wird immer verletzungsträchtiger

Knapp eine halbe Million Menschen landete in diesem Zeitraum in einer US-Notaufnahme. Der Grund: Sie waren mit einem Hund spazieren gegangen und hatten sich dabei Verletzungen zugezogen. Die meisten Verletzungen sind im Zusammenhang mit der Hundeleine zustande gekommen.

Laut Studienleiter Ridge Maxson wurden vor allem Brüche an den Fingern behandelt, gefolgt von Schädel-Hirn-Verletzungen (Gehirnerschütterung). Auf dem dritten Rang in Bezug auf die Häufigkeit landeten Schulterverstauchungen oder Zerrungen.

Ältere Frauen am meisten gefährdet

Bei Erwachsenen ab 65 Jahren verschiebt sich das Bild etwas. Hier ist das Verletzungsrisiko bei Stürzen erheblich größer. Ältere Menschen in den USA erleiden bei Gassi vor allem Kopfverletzungen sowie Gehirnerschütterungen aber auch Hüftfrakturen. 

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Frauen haben ein um 50 Prozent höheres Risiko als Männer, beim Gassi einen Knochenbruch zu erleiden. Je älter sie werden, desto mehr steigt das Risiko zudem an. Ab 65 ist das Risiko einer Fraktur sogar um das Dreifache höher!

Überraschend: Offenbar hat sich das Verletzungsrisiko von Hundehaltern im Zeitraum der 20 Jahre dauernden Studie verändert. Inzwischen ist hat sich die Zahl mehr als vervierfacht! Der Spaziergang mit dem Vierbeiner scheint für uns Menschen immer gefährlicher zu werden.

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