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Frau geht mit Rottweiler Gassi: Als ihr die Polizei begegnet, wird ihr Alptraum wahr

Rottweiler
© Symbolbild / Shutterstock

von Gabriele Breyer , 29.12.2019

Eigentlich beginnt alles ganz harmlos. In Frankreich wird eine junge Frau im September einer Identitätskontrolle unterzogen, weil sie mit ihrem Hund spazieren geht, ohne diesem einen Maulkorb angelegt zu haben. Doch ihr Hund - ein Rottweilergilt als Listenhund und unterliegt als solcher der Maulkorbpflicht.

Die 34-jährige junge Dame sieht ihren Fehler ein und bittet die Ordnungshüter, sie nach Hause zu begleiten, um ihnen dort die die durchaus ordnungsgemäßen Papiere ihres Vierbeiners vorzeigen zu können. Sie wird noch einmal auf die Maulkorbpflicht hingewiesen und damit sollte die Sache für sie und ihren Hund nun eigentlich erledigt sein...

Die Sache wird kompliziert

Kurze Zeit darauf bekommt die junge Frau einen Bußgeldbescheid von 35 Euro und eine Vorladung von der Polizei. Auf der Wache wird sie darüber aufgeklärt, dass sie gar nicht das Recht hat, einen solchen Hund zu halten, weil sie ein Strafregister hat. Ein Sachverhalt, der ihr völlig entgangen ist! Tatsächlich ist sie vor geraumer Zeit einmal zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden, weil sie für ihren inhaftierten Gefährten Waren in die Haftanstalt geschmuggelt hat. Doch diese Verurteilung ist nie bei ihr angekommen!

Eine toxische Beziehung

Der örtlichen Zeitung erzählt sie, wie wichtig ihr Hund für sie ist: Er ist ihr Ein und Alles. Ihm hat sie es zu verdanken, dass sie die Beziehung mit ihrem Partner beenden und sich trennen konnte. Jetzt lebt sie allein. Nach zehn Jahren toxischer Beziehung mit einem gewalttätigen Partner, der sie geschlagen, misshandelt, ständig erniedrigt und dazu gebracht hat, Ladendiebstähle im Supermarkt zu begehen, ist sie nun unabhängig. Nur ihr Hund hat ihr geholfen, sich von dem Mann zu lösen, der einen so schädlichen Einfluss auf sie ausübte.

Um ihren Hund nun behalten zu dürfen, hat sie eine mit Tierrecht und tierrechtlichen Fragen bewanderte Rechtsanwältin mit ihrem Fall beauftragt. Doch bis die Sache gerichtlich geklärt und ein Urteil gefällt ist, muss der Vierbeiner in der Obhut einer Vertrauensperson ausharren, um nicht beschlagnahmt zu werden und ins Tierheim zu kommen.