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Berliner Polizei kontrolliert Hundehalter. Ihre Bilanz ist eine Katastrophe!

Hunde-Kontrolle der Berliner Polizei © Shutterstock

Berlin, Berlin, du bist nicht immer so wunderbar...

von Stefanie Gräf, 03.11.2019

Hundehalter in Berlin sehen gesetzliche Vorgaben offenbar eher „lax“. Dies belegen nun die Ergebnisse einer einwöchigen „Schwerpunktaktion“ der Ordnungsämter gegen „ordnungswidriges Verhalten“.  

Immer an der Leine

In Zweierteams, ausgerüstet mit Pfefferspray und Schlagstöcken, gingen die Beamten in der Hauptstadt auf Streife. Die Bilanz:

Jeder zweite Halter missachtet Gesetze und Regelungen!

Ganz weit vorne ist die Anfang 2019 neu eingeführte Leinenpflicht im öffentlichen Raum – in 294 Fällen wurde beanstandet, dass Hunde frei herumliefen. 

Ein Freilauf ist in Berlin inzwischen nur noch auf entsprechend gekennzeichneten Flächen zulässig. Weitere Ausnahmen sind „Bestandshunde“ (d.h. die dem Halter bereits vor 2016 gehörten) sowie Tiere von Personen mit Sachkundenachweis. Und das sind etwa 80 Prozent des Hundebestands.

Lückenhafte Kennzeichnung

An zweiter Stelle – 146 Mal verzeichnet – wurden fehlende Hundemarken moniert, diese müssen bei jedem Gassigang dabei sein. Dicht auf dem Fuß (91 Fälle) sind Verstöße gegen die genaue Zuordnung des Tieres mit einer Halterplakette. Des Weiteren wurde kontrolliert, ob die Hunde wie vorgeschrieben einen Chip tragen, auch hier wurden Nachlässigkeiten entdeckt.

Ganze 51 Mal wurden bei der Aktion die Halter von sogenannten Listenhunden wegen Verstößen angesprochen.

Absicht oder Unkenntnis?

Tatsächlich dürfte oftmals eher Unkenntnis ein Grund für die Missachtung von solchen Vorschriften sein. Denn hier herrscht in Deutschland eine bunte Vielfalt. Jedes Land hat ein eigenes Landeshundegesetz, Kommunen haben zudem noch Sonderregelungen.