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Hirnforscher haben eine wichtige Nachricht für alle, die gerne Hunde streicheln

Mann streichelt Hund dog-serious

Streicheln hat überraschende Effekte

© Jaromir Chalabala / Shutterstock

Neue Studie bringt erstaunliche Ergebnisse. Wer einen Hund streichelt, tut nicht nur dem Tier etwas Gutes, sondern hat auch selbst entscheidende Vorteile.

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Dass Hunde und Katzen den Stresslevel reduzieren und den Blutdruck senken können, ist inzwischen altbekannt. Die Besuche von Therapiehunden in Krankenhäusern zeigen zudem nachdrücklich, dass die Vierbeiner auch unserer Seele guttun. Aber was genau passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir Hunde streicheln?

Mit dieser Fragestellung ist die Wissenschaftlerin Rahel Marti gemeinsam mit Kollegen an der schweizerischen Universität Basel an das Thema herangegangen – und die Ergebnisse ihrer Studie sind beeindruckend. Denn das Streicheln ist nicht einfach nur eine angenehme Angelegenheit, sondern wir Menschen haben auch handfeste Vorteile dadurch.

Wissenschaftler untersuchen Gehirnaktivitäten

Durch Messungen der Gehirnaktivitäten von insgesamt 21 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren ließ sich nachweisen, dass es beim Streicheln eines echten Hundes zu einer gesteigerten Aktivität im Frontallappen kommt. Ebenfalls gemessen wurden im Rahmen der Untersuchungen die Herzschlagfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität und das Hautleitwertniveau. Diese Ergebnisse wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

Da der Frontallappen, also unser vorderes Gehirn, vor allem für emotionale und soziale Interaktionen zuständig ist (genauer für deren Verarbeitung und Regelung), ziehen Marti und ihre Kollegen daraus hochinteressante Schlüsse. Offenbar können Menschen mit Defiziten in den Bereichen Motivation, Aufmerksamkeit und sozioemotionale Funktionen vom Streicheln profitieren.

Macht Streicheln eine Psychotherapie effektiver?

Ein Einsatz von Hunden bei therapeutischen Sitzungen wäre eine gute Option, um die Aufmerksamkeit der Patienten zu optimieren. Darüber hinaus ließe sich so auch die emotionale Beteiligung an dem Ganzen steigern.

Bei der Studie der Universität Basel wurden die Gehirnaktivitäten verglichen, die im Kopf von Menschen gemessen werden, die eine neutrale Wand ansehen, mit einem Stofftier kuscheln oder einen Hund streicheln. Entscheidend scheint bei der Wirkung des Streichelns außerdem zu sein, dass eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Menschen besteht.

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