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Polizei ermittelt nach üblem Experiment an Schäferhund in Russland

Ein Schäferhund im Winter © Shutterstock

Dieser Fall sorgt in ganz Russland für Entsetzen – inzwischen engagiert sich sogar ein Parlamentsmitglied in Moskau und will Aufklärung. Denn in Sibirien wurde eine Schäferhündin auf entsetzlichste Weise gequält.

von Stefanie Gräf, 26.10.2019

Unklar ist noch das genaue Motiv dieses besonders grausamen Falls von Tierquälerei. War es ein furchtbares Experiment oder geschah das Ganze lediglich, um ein lästiges Tier loszuwerden? Eins aber steht fest: Die Tat zeugt in jedem Fall von unmenschlicher Grausamkeit.

Dem Kältetod überlassen

In der sibirischen Stadt Jakutsk hat ein Tierhalter seine einjährige Schäferhündin mit Eiswasser übergossen und einfach vor die Tür gestellt – bei 32 Grad Minus! Die Hündin ist bei der klirrenden Kälte quasi sofort mit ihren Pfoten am Boden festgefroren und war deshalb dazu verurteilt, auf den unbarmherzigen Kältetod zu warten. 

Nachbarn wurden zufällig auf das völlig verstörte, winselnde Tier aufmerksam, das noch mit einer Pfote um Hilfe zu betteln versuchte. Sie alarmieren den Tierschutz und den Mitarbeitern gelingt es tatsächlich, den Hund noch lebendig zu befreien und zum Veterinär zu bringen. Doch der kann nicht mehr viel für das bereits stark unterkühlte Tier tun – ihm bleibt nur noch, die Schäferhündin einzuschläfern.

Ein traumatisches Erlebnis, unter der die Helfer heute noch leiden:

„Haben Sie schon einmal einen Menschen gesehen, der leben will, aber bereits am Sterben ist? Die Hündin hatte genau diese Augen …“
Erfrorener Hund
Erfrorener Hund© Vkontakte

Es wird endlich ermittelt

Die Tierschützer haben nun eine Petition erstellt, sie fordern, dass der Hundehalter zur Rechenschaft gezogen wird. Bürgermeister und Polizei sind bereits eingeschaltet, nun befasst sich in Moskau auch der Abgeordnete Sergey Boyarsky mit dem üblen Vorfall.

Laut der polizeilichen Ermittlungen gab der Halter an, dass die Hündin an Staupe litt und bereits Lähmungserscheinungen zeigte. Da er den Tierschützern nicht half, wird nun vermutet, dass er sich einfach so der Hündin entledigen wollte.