Wamiz Logo

Werbung

Seine Rettungshündin ist eine Heldin. Als er den Hundesteuer-Bescheid bekommt, fällt er aus allen Wolken!

Rentnerin Aileen © Privat

Hündin Aileen ist seit Jahren im Einsatz, um Menschen zu retten. Die ganzen Jahre war sie daher von der Hundesteuer befreit. Doch nun soll ihr Halter plötzlich zahlen – eine Gesetzeslücke macht’s möglich.

von Stefanie Gräf, 11.10.2019

In Waldkraiburg (Mühldorf) wiehert der Amtsschimmel: Seit 2014 ist die Golden Retriever-Appenzeller-Mischlingshündin „Aileen“ offiziell aktiv als Rettungshund. In etlichen Einsätzen für das BRK hat sie ihre gute Nase unter Beweis gestellt, darunter ein Fall im Jahr 2017, bei dem sie nach neuneinhalbstündiger Suche einen demenzkranken Rentner aufspürte. Deshalb war sie bislang von der Hundesteuer befreit – doch jetzt soll ihr Halter Jürgen Z. zahlen.

Bedauerliche Gesetzeslücke

Alles nur, weil Aileen seit 2018 außer Dienst ist und ihren Ruhestand genießt. Weil in Paragraph 2 der städtischen Satzung keine „Rettungshunde a. D.“ erwähnt werden, fordert die Stadt nun den regulären Steuerbetrag ein. Ab dem 1. Mai 2020 wird er fällig.

Jürgen Z. ist enttäuscht, denn er trainierte mit Aileen seit 2011 mindestens zehn Stunden die Woche, der Hund hatte 20 bis 25 Einsätze jährlich. Bei den regelmäßigen Rettungshunde-Prüfungen ist sie nie durchgefallen. Ihm geht es nicht ums Geld, er wünscht sich mehr Wertschätzung von den Offiziellen.

Eine SPD-Abgeordnete legte diesen „Härtefall“ nun dem Ausschuss des Stadtrats vor. Ob man sich auf einen Rabatt oder gar eine Satzungsänderung einigen kann, ist fraglich. 

 
Aileen bei der Verweisanzeige

Heute gibt es wir wieder einmal ein Video :) Hier sieht ihr unseren geprüften und einsatzfähigen Rettungshund Aileen bei der Verweisanzeige im heutigen Training. Wie ihr hört, ist Aileen ein Verbeller ;)

Posted by BRK Rettungshundestaffel Mühldorf on Saturday, October 7, 2017