wamiz-v3_1

Werbung

80-Jährige darf nicht mehr im Tierheim aushelfen - weil sie Eier in den Waffelteig mischt!

Eklat wegen Waffeln
© Shutterstock

Für die 80-Jährige ist es ein Drama, denn der Tierschutz liegt ihr sehr am Herzen. Sie ist im Hamburger Tierschutzverein HTV nicht mehr erwünscht. Der Grund sind zwei Eier in ihrem Waffelteig.

von Stefanie Gräf, 09.10.2019

Die tierbegeisterte Seniorin Vera J. engagiert sie sich schon seit etlichen Jahren ehrenamtlich im Hamburger Tierschutzverein HTV. Sogar zwei Hühner hat sie dort adoptiert, die nun frei in ihrem Garten herumlaufen. Doch jetzt soll damit Schluss sein, ihre Unterstützung ist nicht mehr erwünscht. Und alles nur, weil sie Waffeln für das Vereins-Café „Spatzennest“ backen wollte.

Nur noch vegan

Ihr Fehler: Vera J. hat für den Teig zwei Eier von ihren glücklichen, im Garten lebenden Hühnern verwendet. Und das ist im HTV derzeit ein absolutes No-Go. Denn das „Spatzennest“ wurde auf vegan umgestellt. Zwar sei sie im Vorfeld mehrmals gebeten worden, künftig vegane Waffelrezepte zu verwenden, doch für die Rentnerin ist die ganze Aufregung nicht verständlich. Sie ist fest davon überzeugt:

„Man kann auch Tierschützer sein, ohne als Veganer zu leben.“

Verein tief gespalten

Doch dieser Eklat ist nur die Spitze des Eisbergs, denn dahinter steckt die neue Ausrichtung des bereits seit 1841 bestehenden HTV mit seinen 5.000 Mitgliedern. Die amtierende Vereinsvorsitzende Sandra G. orientiert sich streng in Richtung Veganismus und kooperiert auch mit radikaleren Organisationen, die z.B. für Tier-Grundrechte eintreten. Dafür nimmt sie auch Unstimmigkeiten mit Mitgliedern in Kauf.

 

Zwei glückliche Hühner
Weil sie Eier ihrer Hühner in den Waffelteig mischte, wird eine 80-Jährige nun vom Tierschutzverein ausgeschlossen©Shutterstock

Tatsächlich ist der Verein durch den neuen Kurs tief gespalten. So wird beispielsweise ein Mitglied als „Tiermörder“ beschimpft, weil er einen Fischimbiss betreibt. Der vorherige Vorstand distanziert sich ebenfalls bereits von der aktuellen Radikalisierung. Denn bezüglich der beiden Eier von Vera J. schreibt ein aktives Vorstandsmitglied:

„Obwohl ich weiß, dass die Hühner ... ein schönes Leben haben, esse ich ihre Eier nicht. Schließlich würde ich auch niemals meine eigene Periode verzehren!“