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„Weil irgendein Idiot seinen Müll in der Natur entsorgt": Schäferhund im Todeskampf

Australian Shepherd schläft
© Shutterstock

Dass man Müll nicht einfach in die Natur wirft, sollte eigentlich klar sein. Dennoch gibt es Menschen, denen das schnurzegal ist. Das wurde Hündin Sally nun zum Verhängnis – sie stirbt nach einem tagelangen Todeskampf.

von Stefanie Gräf, 07.10.2019

Bei einem Spaziergang Ende August entdeckt die Australian-Shepherd-Hündin von Madeleine und Thomas aus Stahnsdorf (Region Berlin-Brandenburg) auf einer Wiese etwas besonders Spannendes. Als ihr Herrchen nachsieht, hat sie ein etwa 30 cm langes Stoffstück in der Schnauze. Sonst ist alles unauffällig.

Sie erbricht nur noch

Ein paar Tage später verweigert die Hündin das Fressen, dann fängt sie an sich zu übergeben – wieder und wieder! Dabei erbricht sie ein 30 Zentimeter großes Stück Mullverband. Das Paar verliert keine Sekunde und fährt direkt mit der Hündin in die Tierklinik. Dort stellt sich heraus, dass Sally hohes Fieber hat, aber weder beim Röntgen noch bei der Magen-Endoskopie ist etwas zu sehen. 

Ein schockierender Fund

Am nächsten Morgen geht es ihr nicht besser, sie hat inzwischen Flüssigkeit im Dünndarm. Deshalb entscheiden sich die Ärzte für eine OP. Nach sechs Stunden und drei geöffneten Stellen finden sie endlich etwas im Darm: ein langes, schlauchförmiges Stück Mull, wie ein Kompressionsstrumpf.

Sally kommt danach auf die Intensivstation, aber schon droht eine Sepsis. Es wird immer dramatischer. Bei einer erneuten Not-OP stirbt die Hündin schließlich – Herz und Kreislauf geben auf.

Ihre Halter sind fassungslos und wütend, denn sie hätten niemals damit gerechnet, ihre Sally wegen in der Natur entsorgtem Medizinmüll zu verlieren.

 

Seit 15 Jahren leben Madeleine Arlitt und Thomas Lettow mit ihren zwei Kindern im Grashüpferviertel in Stahnsdorf. Vor...

Posted by Teltower Stadt Blatt Verlag on Monday, September 30, 2019