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Erfinder des Labradoodles: „Ich habe Frankensteins Monster erschaffen!“

Ein niedlicher Labradoodle © Shutterstock

Ursprünglich als Blindenhunde gedacht, sind Labradoodle inzwischen eine regelrechte Moderasse. Aber ihr Erfinder bereut seinen Schritt inzwischen sehr – für sind es sogar „Frankensteins Monster“.

von Stefanie Gräf, 12.10.2019

 

 

Labradoodle, die Hunde mit dem lustigen Namen, sind extrem beliebt. Denn sie vereinen den gutmütigen Charakter von Labrador Retrievern mit der Pfiffigkeit und dem gelockten Fell des Pudels. Der nette Nebeneffekt, der vielen Menschen besonders gefällt: Diese Hunde haaren nicht. Alles Gründe, weshalb sich immer mehr Menschen für Labradoodles begeistern. Doch der Erfinder dieser Kunstrasse, Wally Conron, sieht die Entwicklung mit großer Sorge.

Trittbrettfahrer sind eine Gefahr

Denn wegen des Erfolgs der Neuzüchtung sprangen immer mehr Züchter auf den Zug auf wollten und die wildesten neuen Mixe entstanden – wie Pilze nach dem Regen. Diese regelrechte Mode hat leider aber oftmals deutliche Nachteile für die Vierbeiner. Denn anstatt eine konsequente Zuchtauswahl zu treffen, wurden zum Teil Rassen „einfach so“ miteinander verpaart. Ein Desaster für die Hunde, die häufig unter gesundheitlichen Beschwerden leiden.

Gedacht als Unikat

Der Australier Wally Conron sieht sich als Auslöser dieses Trends, dabei hat er den Labradoodle gar nicht als neue Hunderasse etablieren wollen. Und ganz sicher auch nicht als Familienhund. Conron wollte lediglich einen allergikergeeigneten Blindenführhund züchten

Deshalb kam es dazu, dass er einen Pudel wählte, den er mit einer der bekannten Führhundrassen kreuzte. Insofern handelt es sich beim Labradoodle gewissermaßen um einen „designten“ Hund – Aspekte wie Gesundheit, guter Körperbau etc. fielen jedoch unter den Tisch. Mit entsprechenden Folgen, wie die Zukunft zeigte.

Der Anfang vom Ende?

Von den drei Welpen des Wurfes wurde aber tatsächlich nur „Sultan“ als Blindenhund eingesetzt, der Labradoodle konnte sich ansonsten nicht als Führhund etablieren. Auf Conrons persönliches Drängen ging der Blindenführhundverband an die Öffentlichkeit und präsentierte die neue Züchtung – die auf riesiges Interesse stieß. Eine Entwicklung, die Erfinder Conron heute bedauert.