wamiz-v3_1

Werbung

Beschlossene Sache: Hundesteuer steigt von 30 auf 400 Euro!

Hund mit Geldbörse © Shutterstock

Kaum ein Thema erregt Hundefreunde so sehr wie die Hundesteuer. Einige von ihnen müssen nun das 13-Fache bezahlen.

von Stefanie Gräf, 18.09.2019

Im Örtchen Schöllnach in Bayern werden gerade einmal 300 Hunde gehalten – doch für acht davon müssen die Halter künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für diese wurde eine Erhöhung der üblichen Hundesteuer um das 13-fache beschlossen. Normal sind 30 Euro fällig.

Der Gemeinderat bezeichnet dies als Regulierungsmaßnahme, denn bei den fraglichen acht Hunden handelt es sich um sogenannte Listenhunde in Bayern. Durch den erhöhten Steuersatz soll Druck auf die Halter ausgeübt werden.

Abschreckung?

So gäbe es etwa Mängel in Bezug auf die Haltung der Kampfhunde, die von einigen Gemeinderatsmitgliedern mit Begriffen wie „kleinen Waffen“ oder „unberechenbaren Kampfmaschinen“ belegt werden. Diese sei oftmals nicht artgerecht. Im Ort werden immer wieder Beschwerden von Einwohnern laut, weil die Kampfhunde auf kleinen Grundstücken in Wohngebieten gehalten werden oder auf nicht eingezäunten Grundstücken laufengelassen werden.

Diskutiert wurde auch eine Steuererhöhung auf 100 Euro für diese Vierbeiner, hier sei der Abschreckungseffekt aber nicht hoch genug. Der Beschluss zur Festsetzung von 300 Euro fiel mit 16 zu drei Stimmen, wie ein Sprecher der Gemeindeverwaltung bekannt gab.