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Sie finden ein Kätzchen auf der Straße. Als sie sein Gesicht sehen, zittern sie wie Espenlaub!

Der kleine Flix © Facebook / Tierschutzverein Mittweida e.V.

Wie kann man einem so niedlichen kleinen Wesen nur etwas so Schreckliches antun? Das fragen sich die Finder des Katers unwillkürlich, als sie ihn sehen. Sie tun das einzig Richtige und alarmieren die Tierretter.

von Stefanie Gräf, 16.09.2019

Ganze vier Monate hat es gedauert, bis „Flix“, der kleine Kater, endlich alle Operationen überstanden hat. Dennoch wird das freche Gesichtchen der niedlichen Samtpfote für immer schwer entstellt bleiben. 

Unfallflucht

Denn im vergangenen Mai wird Flix Opfer eines schrecklichen Unfalls. Ein Pkw fährt die Katze auf der Straße an – und ohne auch nur einmal nachzusehen, setzt der Lenker seine Fahrt einfach fort. Hat er nichts bemerkt? Oder ist ihm der Unfall einfach egal? Der arme Flix bleibt schwerverletzt auf der Straße liegen.

Die Insassen eines nachfolgenden Wagens bekommen das Ganze mit. Sie stoppen sofort und wollen dem Kater helfen. Doch der hat einfach nur Angst, dass ihm noch einmal Schmerzen zugefügt werden – er flüchtet trotz seiner Verletzungen in ein nahes Feld und versteckt sich dort.

Erst mit einem Hund kann ihn das Team des Tierheims Mittweida, an das sich der Finder gewendet hat, endlich aufstöbern. Er wehrt sich heftig, als er in die Transportbox soll und beißt dem Mitarbeiter sogar kräftig in den Arm.

Für immer blind

Die Untersuchung der Tierklinik Nossen bestätigt den schrecklichen Verdacht: Das rechte Auge ist unwiederbringlich verloren, mit dem linken kann Flix kaum noch etwas sehen. Der Kiefer ist ausgerenkt und gebrochen. Mehrere OPs sind nötig und der Kater muss lernen, mit seiner Blindheit klar zu kommen. Katzen gelingt es mit etwas Hilfe recht gut, trotz Blindheit ein lebenswertes Leben zu führen.

Flix hat es jedenfalls geschafft. In Kürze kann er auch adoptiert werden.