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Blinder bringt Kamera an Labrador an. Als seine Frau das Video sieht, beginnt sie zu weinen!

Amti Patel und sein Blindenhund Kika © SWNS

Ein Mann beschließt, seinem Blindenhund eine GoPro umzubinden. So möchte er zeigen, welchen Hürden er tagtäglich als Blinder auf den Straßen ausgesetzt ist.

von Leonie Brinkmann, 13.09.2019

Absichtliche Rempler, genervtes Stöhnen, unhöfliches Benehmen… täglich muss Amit Patel auf der Straße respektloses Verhalten seiner Mitmenschen über sich ergehen lassen. Infolge der degenerativen Erkrankung Keratokonus hat der Londoner im Jahr 2012 sein Augenlicht verloren.

Seit mehr als einem Jahr hilft ihm seine Labrador-Hündin, Kika, durchs Leben zu kommen. Dank ihr kann Amit Patel wieder durch die Straßen Londons laufen und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Doch leider läuft dies nicht immer reibungslos ab.

Tatsächlich wird der junge Vater häufig Opfer von Anschuldigungen und diskriminierenden Unhöflichkeiten. Seine Hündin bekommt Schläge von Rucksäcken und Regenschirmen ab, während er von genervten Mitmenschen dafür kritisiert wird, dass sein Hund zu viel Platz auf der Rolltreppe einnimmt. Oder er wird von Security-Personal am Betreten von Lebensmittelgeschäften gehindert, wie in diesem Video:

 

Mithilfe einer GoPro, die er am Rücken seiner Blindenhündin Kika anbringt, möchte Amit Patel derartige Vorfälle aufzeichnen und seine Mitmenschen zu mehr Nachsicht bewegen. Jeden Abend schaut sich seine Frau die Videos an und postet die erschreckendsten Vorfälle auf Kikas Twitter-Account. Die Videos gehen viral, und sie bekommen viele Rückmeldungen von anderen Leidtragenden.

„Wie vielen Mitarbeitern der öffentlichen Verkehrsmittel müssen wir begegnen, bevor uns jemand Hilfe anbietet?“

 

Doch Amit Patel bemüht sich um Objektivität und beteuert in vielen Interviews immer wieder, dass gerademal 1% seiner Mitmenschen unhöflich und arrogant ist. „Meistens freuen sich die anderen Fahrgäste über Kika“.