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160 Opfer: Zwei Berner Sennenhunde sorgen für Blutbad in Brandenburg

Spielende Berner Sennenhunde © Shutterstock

Es sind traumatische Bilder für die Mitarbeiter des Biohofs bei Cottbus, die sie ihr Leben lang nicht vergessen werden. Überall Blut und Kadaver! Und alles nur, weil nachts zwei Berner Sennenhunde in ihre Anlage eingedrungen sind.

von Stefanie Gräf, 02.09.2019

Schreckensbilder

Der ungeplante nächtliche Freigang von zwei Berner Sennenhunden hat furchtbare Konsequenzen – er endet mit einem entsetzlichen Blutbad! 

Vielleicht ist es der Geruch der Gänse, der die beiden Hunde anlockt, vielleicht die Geräusche. Irgendwie schaffen die beiden Vierbeiner es jedenfalls, in die Gänsegehege des Biohofs Auguste zu gelanden. Dort setzt ein regelrechter Blutrausch bei ihnen ein: Sie beißen wild um sich, töten dabei zahlreiche Gänse. Einige versuchen zu entkommen und erdrücken sich in ihrer Panik gegenseitig oder pressen sich in den Elektrozaun.

Als die Mitarbeiter am Morgen die Gänse auf die Weiden lassen wollen, stehen sie vor einem Bild des Grauens – überall in den Stallungen und auf der Nachtweide sind Federn und massakrierte Vögel. 140 Stück. Und die Hunde stehen knurrend da und wollen niemanden an ihre Beute heranlassen!

Die Polizei muss erst die Hundehalter ausfindig machen, die im nahen Kolkwitz leben. Diese holen die Hunde umgehend ab. Was mit ihnen passiert, ist noch unklar. Am Donnerstag müssen weitere 20 Gänse wegen ihrer Verletzungen eingeschläfert werden. 60 Vögel sind so schwach, dass sie erst einmal auf die Krankenstation müssen.

Alle leiden

Der Biohof steht durch das Hunde-Massaker nicht nur finanziell vor einem Scherbenhaufen. Der Schaden wird jetzt schon mit rund 15.000 bis 20.000 Euro beziffert, wobei die Summe noch deutlich steigen könnte. Denn verletzte Gänse dürfen nicht verkauft werden, außerdem werden die Tiere durch den Stress schlechter zunehmen. Besonders schlimm: Rund 60 Mitarbeiter des Hofes sind Menschen mit geistigen Behinderungen. Die furchtbaren Bilder könnten auch ihnen stark zugesetzt haben.

Leider ist es nicht der erste Fall dieser Art. Bereits im Januar gab es einen ähnlich schockierenden Zwischenfall in einem Wildpark in Leverkusen.

 

Zwei Berner Sennenhunde dringen morgens in die Stallungen des Biohofs Auguste ein und geraten in einen Blutrausch. Eine Katastrophe nicht nur für die Tiere.

Posted by Lausitzer Rundschau on Thursday, August 29, 2019