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Kätzchen in Lichtschacht: Erst unten wird ihnen das ganze Drama klar

Gefangen im Lichtschacht
© Facebook / Feuerwehr St. Ingbert

Die Schreie, die aus einem Lichtschaft in St. Ingbert dringen, gehen einem direkt zu Herzen. Sie signalisieren: Hier ist jemand in größter Not! Doch weil niemand in den tiefen Lichtschacht hinunter kommt, muss die Feuerwehr anrücken.

von Stefanie Gräf, 21.08.2019

Schreie zerreißen die Ruhe des Nachmittags

Es ist Montagnachmittag, kurz nach 17 Uhr, als die Gänsehaut erzeugenden Laute erstmals zu hören sind. Sie gehen einem durch Mark und Bein. Patienten und Mitarbeiterinnen einer Arztpraxis in St. Ingbert sehen sich entsetzt an. Dann laufen sie hinaus, um nachzusehen und zu helfen. Aber ihnen sind die Hände gebunden! 

Denn die Laute – nun als Schreie einer Katze erkennbar – kommen eindeutig aus dem Lichtschacht an der Hauswand. Und der ist viel zu tief, als dass jemand hinabsteigen und nachsehen könnte. Rund vier Meter! Aber weil die Katze dort unten offenbar gefangen ist, alarmieren die Mitarbeiterinnen der Arztpraxis umgehend die örtliche Feuerwehr.

Rettung durch die Feuerwehr

Diese schickt neun Einsatzkräfte. Die Männer haben geeignetes Gerät dabei und so können zwei von ihnen mithilfe einer Steckleiter in den Schacht hinuntersteigen. Dort offenbart sich ihnen die ganze Dramatik der Situation.

Hinter einem Gitter sitzt ein junger schwarz-weißer Kater, der verzweifelt maunzt. Er ist hier gefangen, kommt nicht aus eigener Kraft heraus. Aber die Feuerwehrmänner aus St. Ingbert können helfen: Sie entfernen das Gitter, sodass das gerade einmal etwa sechs Monate alte und völlig verängstigte Katzenkind in den Lichtschacht laufen kann.

 

Hier sammeln die Feuerwehrleute das Katerchen behutsam ein und setzen ihn in den bereitgehaltenen Katzenkorb. So kann er wieder mit nach oben gebracht werden und hat endlich wieder sicheren Boden unter den Pfoten und Tageslicht. 

Weil unklar ist, wem der junge, unkastrierte Kater gehört, wird er im Katzenhaus im Stadtteil Oberwürzbach untergebracht. Hier wartet er nun auf seinen Halter.