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Beamte räumen Haus von Ex-Polizist und machen schaurige Entdeckung in Tiefkühltruhe

Die Polizei klingelt beim Hunde-Messie © G. Classen

Dirk S. hat traurige Berühmtheit erlangt – als Hundemessie von Kaarst. Am Montag machen die Behörden endlich Ernst, die Hunde werden abgeholt. Doch als die Helfer die Tiefkühltruhe öffnen, enthüllt sich die ganze Dramatik.

von Stefanie Gräf, 21.08.2019

Die Anwohner in der Stadt Kaarst bei Düsseldorf sind entsetzt: Seit vier Jahren terrorisieren der Ex-Polizist und seine Frau sie mit seiner angeblichen „Hundezucht“. Dreck, Gestank und Lärm der verwahrlosten zwanzig Kuvasz-Hunde, die bis zu 60 kg schwer werden können, sind schier unerträglich. Aber erst bei der Aktion am vergangenen Montag wird klar, welche Tragik sich in Wahrheit hinter den Türen des verwahrlosten Anwesens verbirgt. 

Bekanntes Problem

Die Hunde-Messies tingeln schon länger durch Deutschland mit ihren Tieren. Nicht nur in Kaarst sind sie bekannt, auch in Ostfriesland und in der Südeifel sind sie bereits in Erscheinung getreten. In Hinte bei Aurich wurde bereits ein Haltungsverbot ausgesprochen. Und auch in Kaarst haben die Anwohner die Behörden inzwischen mehrfach um Hilfe gebeten.

Zuletzt deshalb das Ultimatum der Kreisbehörde: 18 der insgesamt 20 Hunde müssen bis zum 19. August weg. Ansonsten wird konsequent durchgegriffen.

Endlich die Erlösung – für alle

Tatsächlich tauchen Montagmorgen um 6:30 Uhr Polizei, Mitarbeiter des Veterinäramtes im Rhein-Kreis Neuss und Tierschutzhelfer vor dem heruntergekommenen Haus der Eheleute auf. Sie beginnen sofort mit der Beschlagnahmung der Kuvacz-Hunde, die nahezu alle krank sind und ohne Auslauf dahinvegetieren müssen. Binnen zwei Stunden haben sie 18 Tiere sichergestellt, zwei dürfen vorerst beim Ehepaar bleiben.

Doch die Zustände im Haus machen auch die hartgesottenen Helfer sprachlos. Mit Tierliebe hat dies alles nichts mehr zu tun! Als sie zu guter Letzt auch noch die Tiefkühltruhe des Paars öffnen, treten ihnen spontan die Tränen in die Augen – denn darin liegt ein Hundekadaver. Die makabre Seite des Animal-Hoardings. Denn auch von diesem Tier konnte sich das Paar offensichtlich nicht trennen.
 

Die verwahrlosten Hunde
So sah es auf dem Grundstück aus
© Repro Classen