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Wegen Religion? Hamburger Taxifahrer lassen Frau am Flughafen stehen

Was ist der PR-Frau wirklich passiert? © Shutterstock

Eine bekannte Hamburger PR-Beraterin ist stocksauer über Taxifahrer. Was war da nur los?

von Carina Petermann, 02.08.2019

Weil ihr kleiner Hund dabei ist, will keiner sie fahren – angeblich aus religiösen Gründen. Jetzt zieht sie Konsequenzen.

Passiert ist der Aufreger Alexandra von Rehlingen, der Frau des Anwalts Matthias Prinz, am Hamburger Flughafen. Nach ihrer Ankunft sucht sie mit ihren zwei Söhnen sowie ihrem kleinen Hund nach einem Taxi. Doch sie erleidet eine Schlappe nach der anderen, zwei Taxifahrer weigern sich strikt, den Hund im Auto zu transportieren.

Hund in selbstgebasteltem Taxi
Ins Taxi durfte der Vierbeiner nicht (Symbolbild)
© Shutterstock

Religiöse Gründe oder Suggestivfrage?

Von Rehlingen fällt nur ein Grund ein: Sind die Fahrer Moslems? Mögen sie deshalb keine Hunde? Dies wird bejaht.

Stocksauer sucht die PR-Expertin weiter und hat schließlich beim dritten Taxi Glück. Doch im Anschluss zieht sie ihre Konsequenzen: Sie wird nicht mehr mit Hanse-Taxi fahren. Außerdem beschwert sie sich bei dem großen Taxi-Unternehmen über die Fahrer. In ihrer E-Mail fordert sie außerdem dazu auf, die hier tätigen Muslime aufzuklären, in welchem Kulturkreis sie leben

Aber hat Frau von Rehlingen den Fahrern vielleicht schlicht die Antwort in den Mund gelegt?

Sicherlich andere Ursache

Bei Hanse-Taxi sieht man die Angelegenheit nämlich deutlich anders. So betont Sprecher Claus Hönig, dass auch gar nicht klar wäre, ob es sich wirklich um Fahrer dieser Organisation gehandelt hat. Diese würden gar nicht in der Schlange vor dem Flughafen stehen, denn es handele sich um einen Abholservice. 

Hönig weist weiter darauf hin, dass außerdem letztlich die Taxi-Fahrer bestimmen, wen sie mitnehmen bzw. ob sie einen Hund mitnehmen.  Hätte Frau von Rehlingen einen Wagen telefonisch angefordert und mitgeteilt, dass sie einen Hund dabei hat, wäre es sicherlich nicht zu Problemen gekommen. Mit dem Glauben habe dies nichts zu tun, vielmehr ob ein Fahrer Angst vor Hunden hat oder diese schlicht nicht mag.