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Sensation: Forscher entwickeln Fernbedienung für Schäferhunde (Video)

Tai wartet auf das Kommando © Jonathan Atari

Ein Hund führt Kommandos wie durch Zauberhand aus, ohne dass auch nur ein einziges Wort zu hören ist! Alles nur dank einer orangefarbenen Mesh-Weste. 

von Stefanie Gräf, 01.08.2019

Das Ganze ist ein Ergebnis der aktuellen Forschungen des Instituts für Robotik an der Ben-Gurion-Universität im israelischen Negev. Bei dem Projekt geht es darum, mit Hilfe von physischen Impulsen Informationen weiterzugeben. Beispielsweise an einen Roboter – oder eben auch an einen Hund. 

Wie eine kleine Drohne

Das Ergebnis, das Professor Amir Shapiro bei einer Konferenz am 12. Juli 2019 in Tokio vorgestellt hat, ist absolut verblüffend. Denn „Testobjekt“ Tai, ein sechsjähriger Mischlingsrüde, führt Kommandos prompt und absolut perfekt aus – von „Sitz“ bis hin zu „rückwärts“. Und zwar, ohne dass er einen Stimmbefehl bekommt! Selbst auf größere Entfernungen klappt es.

Gedacht sind derartige „Fernsteuerungen“ für Hunde, die z.B. als Rettungshunde oder in Kampfhandlungen unterwegs sind und ihren Führer weder sehen noch hören können.

Ihr Geheimnis: Nötig ist dazu nur eine orangene Weste aus Mesh. Mit den hierin angebrachten vier kleinen Motoren werden die gewünschten Befehle an das Tier übermittelt. Dies passiert mittels Vibrationen und pulsierenden Bewegungen. Soll Tai sich rechts herum drehen, so vibriert der kleine Motor am rechten Vorderbein. Das Kommando „Halt“ ist mit einem anderen Signal verknüpft und so weiter.

Alles dank sanfter Vibrationen

Das Ganze hat also nichts mit Schmerzreizen zu tun, wie sie beispielsweise bei den verbotenen Teletakt-Geräten eingesetzt werden.

Das Verblüffende bei dem Versuch mit der Motor-Weste, laut Shapiro: Der Hund hat die haptischen Kommandos unglaublich schnell begriffen und setzt sie auch deutlich besser um. Nur logisch, denn während Stimmkommandos und auch Gesten immer ein wenig variieren, etwa durch Stimmung, Körperhaltung etc., sind die technischen Befehle stets gleich – in Intensität, Länge und Berührungspunkt.