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Tierfreunde sprachlos: „Mein Herz bricht immer ein kleines bisschen weiter!"

Wer erkennt die Hundetasche?
© Facebook / Tierheim Soest

Für den Hilferuf des Tierheims in Soest findet man einfach keine Worte mehr, so traurig macht er. Er löst eine enorme Welle der Empörung aus, tausende Tierfreunde wollen helfen und kommentieren und teilen den bewegenden Post.

von Stefanie Gräf, 17.07.2019

„Hier kommt mir die Galle hoch. Wie kann man nur so grausam sein?“,

lautet einer der zahlreichen fassungslosen Kommentare bei Facebook. Tatsächlich kann man sich keinen Grund vorstellen, warum ein Tier derart übel behandelt wird. Denn sein Halter hat es, krank und alt, einfach in einer schwarzen Hundetragetasche entsorgt.

Wie Müll

In der Nähe eines Spaßbades und eines großen Klinikums im nordrhein-westfälischen Soest wurde am Mittwochmorgen die Hundetragetasche gefunden. Vielleicht wurde sie hier mit Absicht platziert, weil viele Leute vorbeikommen. Vielleicht aber auch nur deshalb, weil es gut erreichbar ist. Die kläglichen Laute, die herausdringen, lassen Passanten aufmerksam werden. 

Die herbeigerufene Polizei findet darin einen „vor Schmerzen und Angst wimmernden“ Yorkshire Terrier – in miserablem Zustand. Sie bringen sofort zum Tierarzt, der jedoch kann den kleinen Hund nur noch einschläfern, um ihn von seinen Qualen zu erlösen.

Welle der Empörung

Der Yorkie war schwerkrank, hatte aufgrund seines fortgeschrittenen Alters mehrere Gebrechen. Außerdem war er komplett abgemagert, ein Auge fehlte. Von aussetzen kann man hier daher nicht mehr sprechen – der Yorkie wurde von seinem Halter einfach entsorgt.

Diese Tatsache hat nicht nur das Team des Soester Tierheims erschüttert, sodass diese bei Facebook einen Aufruf mit der dringenden Bitte um sachdienliche Hinweise gestartet haben. Nein, auch die Facebook-Nutzer sind sprachlos. Die meisten können nicht verstehen, wie man ein altes Tier in seinen letzten Tagen alleine lassen kann, und sind einfach nur erschüttert:

„Tut mir leid, ich kann nichts dazu schreiben weil mir die Worte fehlen. Wenn ich schreibe, was ich fühle, wäre ich auf Dauer gesperrt.“