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Regierung will 50.000 Straßenhunde töten und das Fleisch verkaufen

Hundeproblem in Nairobi
© Shutterstock

Ein Vorschlag, der weltweit für einen Aufschrei sorgt.

von Stefanie Gräf, 02.07.2019

Kenia mit seiner grandiosen Tierwelt ist bislang das Land für Tierfreunde in Afrika schlechthin. Doch jetzt sind erschütternde Pläne veröffentlich worden: Gouverneur Mike Sonko plant, einen Hundefleischmarkt wie in Asien. Tierfreunde auf der ganzen Welt können es nicht fassen.

Als der kenianische Gouverneur Sonko am 26. Juni bei Facebook seine Idee postete, wie man das Straßenhundeproblem in Nairobi lösen könnte, ging direkt ein Aufschrei durch das Netz. Denn was Sonko dort vorschlägt, schlägt Tier- und Hundefreunden weltweit auf den Magen – wortwörtlich.

Herrenlose Hunde überschwemmen Kenia

Tatsächlich hat Kenia aktuell ein extremes Problem mit Straßenhunden. Allein in Nairobi soll es mehr als 50.000 Streuner geben, die durch die Straßen streifen. Viele Einwohner klagen daher über Belästigungen, Kinder werden auf dem Schulweg gebissen, die Tiere laufen auf die Straßen und verursachen Unfälle. In einer anderen Stadt sollen sogar schon zwei Kinder durch den Biss eines tollwütigen Hundes gestorben sein.

Ganz klar: Hier zeichnet sich ein brennendes Problem ab, das dringend einer Lösung bedarf. Die Stadtverwaltung von Nairobi hatte daher beschlossen, innerhalb von einem Jahr 50.000 Straßenhunde töten zu lassen. Kosten der Aktion: rund 86.000 Euro. Dagegen haben Tierschutzorganisationen protestiert, ihrer Ansicht nach wäre es besser, das Geld in Impfungen und Kastrationen zu investieren.

Erschreckender Vorschlag

Einen provozierenden Vorschlag hat nun der Gouverneur gemacht: Er will an den Tötungen künftig sogar noch verdienen. Seine Anregung: Einen Hundefleischmarkt einzurichten, wie sie vor allem in China und Korea lange Zeit Gang und Gäbe waren. Inzwischen sind viele durch öffentlichen Druck geschlossen worden, zuletzt vor wenigen Tagen der bekannte große Markt in Busan. Aber die Nachfrage nach Hundefleisch besteht noch immer.

Im Internet wird daher sogar gemutmaßt, dass Sonkos Vorhaben der Versuch ist, sich mit China, einem der wichtigsten Geldgeber Nairobis, gutzustellen. Im Austausch gegen Gelder für Bebauung und Infrastruktur also Lieferungen von Hundefleisch ins Reich der Mitte?

Die Meinungen der Kenianer sind gespalten. Es bleibt abzuwarten, ob Gouverneur Sonko seine provokativen Pläne wirklich in die Tat umsetzen kann.

 

Governor Mike Sonko has revealed his plan to start a dog-meat market in Kenya. He posted this on his Facebook page...

Posted by TV 47 Kenya on Wednesday, June 26, 2019