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Am 29. Juni ist der „Internationale Tag gegen das Aussetzen von Haustieren”

Internationaler Tag gegen das Aussetzen von Haustieren
© Wamiz

Am Samstag, den 29. Juni, findet zum ersten Mal der Internationale Tag gegen das Aussetzen von Haustieren statt. Der Aktionstag will auf das tragische Schicksal zahlreicher Vierbeiner aufmerksam machen, die sich besonders in den Sommermonaten auch hierzulande plötzlich in Tierheimen statt in ihren Familien wiederfinden.

von Nina Brandtner, 26.06.2019

Der 29. Juni ist kein zufällig ausgewähltes Datum für den von mehreren französischen Tierschutzorganisationen ins Leben gerufenen Aktionstag. Der letzte Samstag im Juni ist in vielen europäischen Ländern gleichbedeutend mit dem Beginn der Sommerferien. Leider fällt die Urlaubsfreude in jedem Jahr jedoch mit einem anderen, traurigen Hoch zusammen: Zu dieser Zeit werden besonders viele Haustiere ausgesetzt.

70.000 Tiere landen jeden Sommer in deutschen Tierheimen

Laut einer Studie des Deutschen Tierschutzbundes aus dem Jahr 2013 landen alleine in den Sommermonaten um die 70.000 Tiere in Tierheimen - viele davon wurden zuvor ausgesetzt. Dabei ist vor allem bei Hunden und Katzen ein „Sommer-Anstieg” besonders deutlich. Pünktlich zur Ferienzeit also. Zwar geben Tierheime ihr Bestes, die oft verstörten Tieren zu beruhigen und schnell ein neues Zuhause für sie zu finden, doch nicht immer gelingt der Kraftakt. Tierheime sind überfüllt, Mitarbeiter überfordert.

Diese sechs Maßnahmen sollen helfen

Im Rahmen des ersten Internationalen Tages gegen das Aussetzen von Haustieren stellen die Gründer-Organisationen Solidarité Refuges und Animaux Online deshalb mehrere Forderungen in ihrem Heimatland Frankreich, das selbst trauriger Spitzenreiter beim Aussetzen von Tieren ist. Hier sind einige der Vorschläge, die auch als Ausgangspunkt für die europäische Gesetzgebung dienen könnten:

  1. Der Kampf gegen das Aussetzen von Haustieren soll auf höchster politischer Ebene stattfinden
  2. Tierhändler und Züchter sollen verpflichtet werden, Käufer über die Folgen des Aussetzens von Tieren zu informieren
  3. Kontrollen von Verkaufs- und Abgabeplattformen im Netz (auch der sozialen Netzwerke) sollen verstärkt werden
  4. In Schulen sollen spezielle Kurse das Bewusstsein der Kinder für die artgerechte Haltung und die Verantwortung gegenüber Haustieren stärken
  5. Tiere sollen gechipt und die Halter jederzeit nachweisbar sein, jeder Verstoß soll entsprechend bestraft werden
  6. Die Sterilisation von streunenden Tieren soll Pflicht werden

Wamiz ist stolz darauf, Partner dieses Aktionstages zu sein, der die dramatischen Schicksale der vielen ausgesetzten Tiere in Deutschland und der Welt ans Licht bringt.

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