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Hund auf Grill: Das steckt wirklich hinter dem Skandal-Foto

Schockierender Anblick: Hund auf dem Grill
© Lydia Werner

Es gibt Anblicke, da dreht sich einem der Magen um. Wortwörtlich. Etwa wenn ein kross-braun gegrillter Hund auf einem Rost liegt, gemeinsam mit etwas Gemüse, bereit zum Verzehr. Für die Passanten in Erfurt ist dies ein echter Schockmoment. Aber heiligt der Zweck die Mittel?

von Stefanie Gräf Datum der Veröffentlichung 14.06.2019

Ein abstoßender Anblick

Am Dienstag in der Innenstadt von Erfurt, Fußgängerzone, Ecke Alter Angerbrunnen: Es ist ein mittelgroßer Hund, der auf dem Grillrost liegt, die Schnauze ist leicht geöffnet, sodass die heraushängende Zunge zu sehen ist. Daneben stehen zwei junge Männer, einer mit einer Grillschürze bekleidet. Die Passanten werfen teils scheue, teils entsetzte Blicke auf die Szene. Eltern kleiner Kinder bemühen sich, diese sofort abzulenken. 

Hunde als Nahrungsmittel

In Deutschland schockiert der Gedanke an den Verzehr von Hunden bzw. von Haustieren – in Asien ist dies in vielen Ländern gang und gäbe. Eine Sitte, die in Europa nicht vorstellbar und sogar verboten ist. Und wer noch einen zweiten Blick auf den Grill wirft, der stellt erleichtert fest: Es handelt sich hier zum Glück nur um eine Hundeattrappe!

Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine bewusste Provokation – inszeniert von Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta. Ziel ist es, durch die Konfrontation der Menschen mit dem schockierenden Anblick für die vegane Lebensweise zu werben. 

 

Wir haben gestern am Holzmarkt in Jena die entscheidende Frage gestellt: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann...

Posted by PETA Deutschland on Wednesday, June 12, 2019

Lieber vegan?

Diese sei aus diversen Gründen besser – für die Umwelt, aus ethischen Gründen sowie ebenfalls für die menschliche Gesundheit, betont der Aktionskoordinator Jens Vogt. 

Er und sein Mitstreiter Christian Oswald sind überzeugt davon, dass weder Hunde noch Rinder, Schweine oder Hühner auf den Grill gehören. Und zwar ganz generell, gleichgültig ob es sich um ein Haustier oder ein sogenanntes Nutztier handelt. Sie alle sind Lebewesen, die gleichermaßen Schmerz empfinden.

„Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“, lautet die aufrüttelnde Frage auf dem Banner am Grill. 

Die Peta-Aktion wird europaweit durchgeführt, sie startete in Großbritannien. Jeweils für eine Stunde wird an zentralen Punkten von Großstädten der Grill aufgestellt.