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Bei Amazon: Hunderoboter geht plötzlich auf echten Hund los

Robo-Dog contra Polizeihund
© The Verge / James Vincent

Ein Schäferhund betrachtet den Roboter-Vierbeiner argwöhnisch und sehr genau. Als der sich plötzlich in Bewegung setzt und auf ihn zukommt, weicht der Polizeihund instinktiv zurück. Die Besucher von Amazons Zukunftskonferenz „Re: MARS“ halten aufgeregt den Atem an – was geschieht hier?

von Stefanie Gräf Datum der Veröffentlichung 12.06.2019

Die Begegnung der beiden Hunde zieht sofort alle Blicke auf sich: Ein kompakter Deutscher Schäferhund trifft auf dem Konferenzgelände auf den Roboterhund Spotmini. Schon durch seine Optik - Metall im gelb-schwarzen Hornissen-Outfit – wirkt er alles andere als niedlich und flauschig. Aber die Robotermacher von Boston Dynamics demonstrieren, dass Spotmini sich ähnlich wie ein echter Hund verhält: Sofort setzt er sich in Bewegung und will mit einem Ball spielen.

Ballspiele 2.0

Der Polizeihund zögert, traut dem Frieden offensichtlich nicht so recht. Die Optik ist ungewohnt, aber wenn es mit einem Ball spielt, dann kann es nicht so gruselig sein. Nach dem ersten Misstrauen beginnen beide Hunde – Bio und Roboter – hinter dem Ball herzulaufen. Die Zuschauer sind begeistert.

Vielleicht eine echte Alternative für Allergiker? Tatsächlich soll der Roboterhund in Kürze in den Handel kommen, wie Boston-Dynamics-Chef Marc Raibert auf der Konferenz bekannt gibt. Ein konkreter Termin steht bislang noch nicht fest, ebenso der Preis. 

Robodog, die „Mobilitätsplattform“

Gedacht ist Spotmini, dessen Vorgängermodell bereits im Jahr 2016 vorgestellt worden war, als nützlicher Alltagshelfer. So kann er beispielsweise als „Assistenzhund“ für gehandicapte Personen oder ältere Menschen eingesetzt werden. Der Roboter hat einen Greifarm, mit dem er Gegenstände aufheben und transportieren kann. Ebenso ist Türen öffnen für ihn kein Problem. 

 

Mit Hilfe einer Kamera auf dem Kopf kann Spotmini ebenfalls den Part eines Wachhundes übernehmen. Angedacht als Einsatzgebiete sind beispielsweise Baustellen, eventuell wäre er auch ein amüsantes Gadget für Hausbesitzer.

Eins aber ist klar: Auch wenn der Roboter ähnliche Verhaltensweisen wie ein „Biohund“ an den Tag legt, diesem kann er in letzter Konsequenz nicht das Wasser reichen. Denn echte Persönlichkeit ersetzt er nicht.