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Sie kauft einen Welpen: Zwei Tage später rennt sie in die Notaufnahme

Hundewelpen
© Symbolbild Shutterstock

Eine junge Frau kauft bei einem Züchter für 745 Euro einen Welpen. Zwei Tage später folgt das böse Erwachen.

von Gabriele Breyer, 07.07.2019

In Belgien warnt die Tierschutzorganisation Sans Collier (ohne Halsband) regelmäßig gegen die unlauteren Praktiken gewisser Hundezüchter, die nicht davor zurückschrecken, Papiere der Tiere zu fälschen, die sie verkaufen. Dazu kommt, dass sie ihre Tiere oft auf zu engem Raum halten und diese - aufgrund schlechter hygienischer Bedingungen - oft schon krank sind, bevor sie zu ihren endgültigen Besitzern kommen.

Genau das ist Leslie passiert, der kleinen Hündin, die 48 Stunden nach Verlassen des Zwingers schon zur Tiernotaufnahme muss. Ihre unglückliche Besitzerin erklärt in einem Interview mit RTL INFO:

Meine Hündin litt unter Atembeschwerden. In der Tierklinik hat es geheißen, sie habe eine Atmungskapazität von nur noch zehn Prozent. Sie war wirklich in großer Not.

Ihr Zwingerhusten ist beim Züchter nicht richtig behandelt worden, so dass sich aus dem ständigen Husten eine schlimme Lungenentzündung entwickelt hat. Die frisch gebackene Tierbesitzerin muss daher zusätzlich zu den 745 Euro Anschaffungskosten auch gleich noch eine saftige Tierarztrechnung bezahlen.

Mehrere ähnliche Beschwerden

Insgesamt sind dieses Jahr schon fünfzehn Beschwerden dieser Art bei der Non-Profit-Organisation eingegangen. Von Schummeleien hinsichtlich des Alters der Tiere bis hin zu verfallenenen Impfpässen. Die Gesundheit ihrer Tiere scheint einigen Züchtern nicht sonderlich heilig zu sein.

Ein anderes großes Problem, wenn nicht sogar das Hauptproblem, ist die Herkunft der Tiere. Viele in Zoogeschäften und anderen Tierhandlungen angebotenen Hunde kommen aus ehemaligen Ostblockländern, wo ihre Eltern in verheerenden Zuständen gehalten werden, erklärt Sébastian De Jong, der Leiter der Tierschutzorganisation auf RTL INFO.

Auf jeden Fall ist es immer ratsam, beim Kauf eines Hundes auf ein gültiges Gesundheitszeugnis und einen gültigen Impfpass zu achten und notfalls einen Tierarzt zu Rate zu ziehen, um keine unliebsamen Überraschungen dieser Art erleben zu müssen.