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Als Welpe ausgesetzt: Heute kennt ganz Deutschland Jacks unglaubliche Geschichte

Der schlaue Jack
© Facebook / Polizei Flensburg

Wenn das große Halsband angelegt wird, dann weiß Mischlingsrüde Jack, dass es ernst wird. Denn dann beginnt sein Dienst. Eine Geschichte, die zu Herzen geht.

von Stefanie Gräf, 29.05.2019

Als Welpe ungeliebt und ausgesetzt hat der schlaue Hund Karriere bei der Polizei gemacht. Seine Dienstnummer ist die 1695: Der clevere Rüde Jack, in dem eine gehörige Portion Malinois-Schäferhund steckt, hat vor kurzem endlich die Diensthundeprüfung bei der Polizei bestanden. Lange Jahre der intensiven, anspruchsvollen Vorbereitung wurden im März endlich mit Erfolg gekrönt, dabei hatte Jack wirklich einen ausgesprochen schlechten Start ins Leben.

Ungeliebt und ausgesetzt

In einer eiskalten Winternacht, am 4. Dezember 2016, wird der gerade einmal 10 Wochen alte Welpe auf einem Grundstück in einem Gewerbegebiet in Handewitt bei Flensburg gefunden. Eingeklemmt zwischen Euro-Paletten sitzt der kleine Kerl bei Minusgraden da und friert – doch ehe er den Kältetod sterben muss, wird er von einer Polizeistreife entdeckt.

 

Seine Rettung – ein Wink des Schicksals?

Die Polizei bringt ihn zunächst zum Check-up ins Tierheim, doch eine ehemalige Führerin der Hundestaffel bietet an, den kleinen Pechvogel mit den großen Ohren zu sich zu nehmen.

Schnell wird klar: Jack ist ausgesprochen talentiert und als reiner Familienhund unterfordert.

So kommt es, dass der erfahrene Diensthundeführer Hauke Messer den intelligenten Vierbeiner übernimmt und ihn mit etwa 4-5 Monaten dem Land vorstellt. Ergebnis: Er bekommt die Erlaubnis, Jack auszubilden.

Während seiner Ausbildung als Junghund bei der Polizei, bei der vor allem ein ausgeprägter Spieltrieb und Neugierde gefragt sind, lernt Jack die Grundlagen für den späteren Dienst als Polizeihund. Schonend wird er vorbereitet – und schafft die Prüfung im März dieses Jahres mit Bravour! Inzwischen hat er sogar seine eigene Dienstnummer.

Kommissar Jack

Inzwischen ist Jack Hauke Messers ständiger Begleiter und hat seinen Vorgänger, den zehnjährigen Simba weitgehend abgelöst. Sobald Jack auch bereit ist für den Einsatz als Rauschgiftspürhund, darf Simba reiner Familienhund werden. 

Schon jetzt ist der Mischlingsrüde überall dabei – im Streifenwagen, bei der Verbrecherjagd und auch bei ruhigen Tagen im Büro. Und wenn ihm das breite Dienst-Halsband abgenommen wird, freut er sich auf einen Feierabend mit seiner Familie.