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Frau rettet Hund. Kurze Zeit später ist sie tot!

Tollwut: Eine nicht zu unterschätzende Erkrankung © Facebook Birgitte Kallestad

Bei ihrem Philippinen-Urlaub entdeckt eine Norwegerin einen hilflosen, kleinen Welpen. Kurzerhand nimmt sie sich des Kleinen an – nun ist sie verstorben.

von Stefanie Gräf, 13.05.2019

Beim spielerischen Herumknabbern an ihrer Hand infiziert der junge Hund sie mit Tollwut. Die verzweifelte Familie ruft alle Tierfreunde zur Vorsicht auf.

In Europa sind Tollwutimpfungen für Hunde selbstverständlich, dadurch tritt diese Erkrankung hier nur noch äußerst selten auf. Das ist aber auch der Grund dafür, warum man sich mit Tollwut kaum noch auseinandersetzt - für die 24-jährige Brigitte Kalstad aus Fjell in Norwegen mit schrecklichen Folgen. 

Fatale Tierrettung

Während einer unbeschwerten Entdeckungstour in ihrem Philippinen-Urlaub im Februar sieht sie einen kleinen, verschüchterten Welpen am Straßenrand liegen. Sie nimmt sich des hilflosen Tierchens an, um sich darum zu kümmern. In ihrem Quartier päppelt sie den Kleinen auf, schnell fasst er Vertrauen und spielt und tobt im Garten fröhlich herum. Über eine kleine Verletzung an der Hand sieht Kalstad, die selbst im Gesundheitswesen arbeitet, hinweg. Mit schrecklichen Konsequenzen.

Schon bald nach der Ankunft in Norwegen geht es Kalstad schlecht. Die Ärzte sind ratlos. Erst als sie so schwer krank ist, dass sie in die Notaufnahme des Krankenhauses muss, wird die richtige Diagnose gestellt: Tollwut.

Der Welpe hat sie infiziert und die Frau ist nicht geimpft

Schrecklich: Die Krankheit war bereits so weit fortgeschritten, dass Kalstad binnen acht Tagen verstirbt, obwohl die Ärzte ihr Möglichstes tun.

Besser durch Impfung vorsorgen

Jetzt ruft die trauernde Familie andere Tierfreunde auf, bei sich selbst stets auf einen ausreichenden Tollwutimpfschutz zu achten. Denn nur so können solche schrecklichen Todesfälle vermieden werden. Obwohl die Impfung bei Reisen in diverse außereuropäische Urlaubsländer nicht vorgeschrieben ist, tritt die Infektion dort noch immer auf. Verbreitet wird sie durch wild lebende Tiere. Gerade in Gegenden, in denen es zahlreiche streunende Hunde und Katzen auf den Straßen gibt, ist Vorsorge wichtig.