wamiz-v3_1

Werbung

Als sie sehen, was am Bauch der Katze hängt, fallen ihnen die Augen aus dem Kopf

Katze und Eichhörnchen Babys
© Screenshot YouTube / Inside Edition

Manchmal sind Muttergefühle so unglaublich stark, dass weibliche Tiere als Ersatzmütter auch bei Nachkommen anderen Arten einspringen. So rettet die Katze Pusha das Leben von vier Babys einer ganz anderen Tiermama.

von Carina Petermann, 12.05.2019

Häufig heißt es, dass mütterliche Instinkte in weiblichen Tieren tief verankert sind. Liebevoll kümmern sie sich um Nachwuchs, überschütten ihn mit Liebe und Fürsorge – auch von anderen Müttern einer Gruppe oder eines Rudels. Doch wenn es sich um Tiere einer anderen Art handelt, die sogar als Nahrung in Frage kommen könnte, müsste es doch etwas anders aussehen, oder?

Tatsächlich aber beweist die Geschichte der Katze Pusha genau das Gegenteil.

Pusha lebt ein selbstständiges Leben in einem kleinen Stadtpark in London. Als eine Gruppe von Freunden vier von ihrer Mutter verlassene Baby-Eichhörnchen entdeckt, die kurz vor dem Verhungern sind und dringend Wärme und Fürsorge benötigen, fällt ihnen die freundliche Pusha ein. Kann die Katze einspringen?

Bei der gegenseitigen Vorstellung stockt den Freunden der Atem

Die Freunde sind ausgesprochen nervös und vorsichtig, als sie Pusha die Kleinen zeigen. Aber die Aufregung ist umsonst: Liebevoll nimmt sich Pusha der winzigen Eichhörnchenbabies an. Vielleicht ist die Tatsache, dass Eichhörnchen die ersten zwei oder drei Monate noch blind sind ein riesiger Vorteil. Denn so können die Kleinen nicht sehen, wer herankommt und beginnt, sich um sie zu kümmern.

Innerhalb kürzester Zeit beginnen die Kleinen an den Zitzen von Pusha zu saugen und lassen sich von ihr ablecken. Die Retter der Kleinen sind gerührt, wie toll die Katze die Fürsorge für die Eichhörnchenbabies übernommen hat – zumindest bis auf Weiteres.

Liebevolle Eltern einer anderen Art

Dabei sind solche artübergreifenden Beziehungen nicht ungewöhnlich. Immer wieder werden auf der ganzen Welt Geschichten bekannt von weiblichen Tieren, die sich um Babies anderer Arten kümmern. So wurde etwa in Kenia ein Baby-Flusspferd, das seine Mutter durch einen Tsunami verloren hatte, von einer 130 Jahre alten männlichen Aldabran Schildkrötens namens Mzee aufgezogen.

Die britische Haltung bezüglich der Rettung verwaister Eichhörnchen ist kontrovers. Seit letztem Jahr gelten graue Eichhörnchen als „invasive” Art, verletzte oder verwaiste graue Eichhörnchen sollen daher getötet werden. Rote Eichhörnchen gehören weiterhin zu den geschützten Spezies