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Mann zieht in neue Wohnung und lässt seine Hunde auf dem Balkon zurück

Hunde auf Balkon
© Shutterstock

Diese Geschichte ist der blanke Horror und ganz Spanien ist empört. 

von Anna Katharina Müller, 19.05.2019

Ein skrupelloser Spanier zieht von Sevilla nach Asturien und lässt seine Hunde zurück, indem er sie auf seinem Balkon aussperrt. Die Staatsanwaltschaft Sevilla fordert nun eine Geldstrafe von mehr als 3.240 Euro von einem Mann, der seine beiden Hunde ihrem Schicksal überlassen hat, ohne an die Konsequenzen für die Tiere zu denken.

Er zieht in eine andere Stadt

Der Angeklagte Juan B.B. lässt seine Hunde auf dem Balkon seines Hauses in Sevilla in Andalusien zurück, um ohne sie ein neues Leben in Asturien in Nordspanien zu beginnen. Der Mann handelt, so die Polizei, bewusst und ihm sei klar gewesen, was er getan hat. Aber er hat nicht nur seine beiden Hunde zurückgelassen, sondern auch seine 82-jährige Mutter, die an einer schweren Krankheit leidet.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lässt der Mann sein altes Leben hinter sich, ohne sich um irgendetwas oder jemanden zu kümmern. Juan B.B. ist mehr als eine Woche lang nicht in seinem Haus in Sevilla. In dieser Zeit sind die Tiere auf sich allein gestellt, was nicht ohne Folgen bleibt.

„Er ließ sie verhungern.”

Das ist einer der Sätze aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Die Hunde verhungern und verdursten. Der Mann lässt ihnen weder Wasser noch Futter da und betraut auch niemanden mit der Aufgabe, sich um die Tiere zu kümmern. Die Tiere sterben wegen eines Menschen ohne Skrupel und Herz. Aber wie ist der Fall ans Licht gekommen? Eine Nachbarin von Juan B.B. bemerkt einen starken Geruch von Fäulnis und ruft sofort die Polizei.

Die Beamten betreten dann den Balkon und werden Zeuge einer traurigen und widerwärtigen Szene. Die Hunde befinden sich bereits in einem Verwesungszustand, der unter anderem auf die starke Hitze in Spanien zurückzuführen ist.

Straftatbestand der Tierquälerei

Die Fakten stellen ein Verbrechen der Tierquälerei mit Todesfolge dar. Dafür hat die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe für den Angeklagten in Höhe von 3.240 Euro beantragt. Außerdem fordert die Staatsanwaltschaft, dass Juan B.B. vier Jahre lang keine Haustiere halten darf. Wird dieser Mann dann wieder Hunde, Katzen oder andere Haustiere halten dürfen? Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht entscheidet. Der Prozess findet in den kommenden Monaten statt.