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Am Auto klebt eine Nachricht - doch er irrt sich gewaltig

Zettel von Hundehalter © Shutterstock

Jedes Jahr erreichen uns neue Schreckensmeldungen von Hundehaltern, die ihre Vierbeiner bei hohen Temperaturen fahrlässig im Auto einsperren. Doch in diesem Fall ist ein Tierquäler nicht nur äußerst ignorant gewesen, sondern hat sich in einer Nachricht sogar an die gewandt, die seinem Tier helfen wollten.

von Carina Petermann, 29.04.2019

„An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut!” Diese Ansage war vergangene Woche auf dem Amaturenbrett eines in Jülich (NRW) geparkten Wagens zu lesen. Bei 25 Grad Außentemperatur machten sich Passanten aber berechtigterweise dennoch Sorgen um das Wohlergehen des scheinbar im Wagen eingesperrten Tieres und riefen die Feuerwehr hinzu. Die Einsatzkräfte konnten allerdings nur noch bestätigen, dass es dem Vierbeiner alles andere als gut ging:

Der Schäferhund war nach mehreren Stunden im heißen Auto qualvoll verstorben.

Jedes Jahr weisen Tierschützer zahlreich darauf hin, Tiere bei hohen Außentemperaturen keinesfalls im Auto einzusperren - selbst wenn es sich nur um wenige Minuten handelt. Dennoch haben die ersten warmen Tage in Deutschland schon wieder einem Tier das Leben gekostet. In unserem Artikel zu Hunden im Auto erklären auch wir, welche Auswirkungen das Verbleiben im Wagen auf Ihren Vierbeiner hat.

Der Hund war wohl stundenlang eingesperrt

Noch während des Feuerwehreinsatzes in Jülich tauchte auch der Halter auf und erzählte der Polizei, er habe seinem Hund zwei Stunden vorher noch Wasser gegeben - eine Behauptung, der die Beamten allerdings keinen Glauben schenken konnten: „Aufgrund der Auffindesituation - komplett feuchter Innenraum, beschlagene Scheiben - kamen bei den Beamten vor Ort an dieser Schilderung Zweifel auf”, so die Polizei. Der Schäferhund hatte wohl einen Hitzeschlag erlitten. Gegen den 52-Jährigen wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Über den Zettel, den die Polizei im Auto des Mannes fand, konnten die Beamten dagegen nur den Kopf schütteln. Schließlich hieß es da noch: „Jetzt kümmern Sie sich um ihre Sachen und mischen sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen.”