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Wegen Rassismus: Polizeihund muss seinen Namen ändern

Rommel der Polizeihund
© Twitter LCSO Alerts

Gleich bei seiner Vorstellung löst ein Spürhund einen Shitstorm im Internet aus. Der Grund? Sechs heikle Buchstaben!

von Tim Brinkhaus, 08.04.2019

Polizeihunde sind eigentlich wahre Helden: Sie finden Leichen oder erschnüffeln mit ihren feinen Nasen Drogen und Sprengstoff. Doch ein Vierbeiner im Dienste der US-Polizei bekommt momentan wenig Applaus.

Ein Hund benannt nach Wehrmachtsgeneral Rommel

Ein Sheriff aus Florida soll es nur gut gemeint haben, als er dem Hund den Namen Rommel gab. Stolz präsentiert er den erst zehn Wochen alten Welpen auf Twitter. Rommel solle bald seine Ausbildung als Polizeihund beginnen, um die Beamten bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen.

Doch der Polizist erntet sofort einen Sturm der Entrüstung. Denn Erwin Rommel war ein deutscher Generalfeldmarschall in der Zeit des Nationalsozialismus. Die NS-Propaganda förderte jahrelang den Mythos um Rommel, dessen Nordafrikafeldzug während des Zweiten Weltkriegs als legendär gilt. Er soll gar als Adolf Hitlers Lieblingsgeneral gegolten haben. Wegen seiner Verbindungen zum Widerstand soll er sich 1944 selbstgetötet haben.

Polizeihund bekommt neuen Namen

In den USA hat der Tweet der Polizei vom 5. April einen Shitsorm ausgelöst. Kritiker werfen dem Polizisten vor, den armen Hund nazifiziert zu haben. Der Sheriff rudert daraufhin sofort zurück und benennt Rommel um. Sein neuer Name lautet Scout, was soviel bedeutet wie Aufklärer oder Pfadfinder.

Wir wünschen dem Kleinen trotz holprigem Start eine erfolgreiche Dienstkarriere!