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Halter verzweifelt: Von dieser Brücke stürzen sich immer mehr Hunde in den Tod

Overtoun Bridge
© DocumentaryTube

Sollten Sie mit Ihrem Hund nach Schottland reisen wollen, dann halten Sie sich besser von dieser Brücke fern: 20 Meter breit und 18 Meter über einer Schlucht führt die Overtoun Bridge in der Nähe von Glasgow. Berühmt macht die Brücke vor allem ihr Spitzname: Die Overtoun Bridge ist auch als Hunde-Selbstmord-Brücke bekannt.

von Carina Petermann, 01.04.2019

Über 300 Hunde sollen seit den 1950er Jahren, wie Lokalhistoriker behaupten, von der schottischen Brücke in die Schlucht gesprungen sein. Örtliche Zeitungen dagegen sprechen sogar von 600 Vierbeinern. Etwa 50 von ihnen kamen durch den gefährlichen Sprung ums Leben.

Doch was passiert auf der Grusel-Brücke? Was veranlasst die Vierbeiner, in den Tod zu springen?

Lottie Mackinnon aus dem Nachbarort erzählt der New York Times von ihren Erlebnissen. Sie war damals auf der Geisterbrücke mit ihrem Border Collie Bonny untewegs:

„Sobald wir die Brücken betraten, überwältigte irgendetwas Bonnie. Zuerst hielt sie inne und bewegte sich nicht, dann schien eine rätselhafte Energie sie zu überkommen. Sie raste los und sprang über die Brüstung.”

Glücklicherweise überlebte die Fellnase ihren Sprung in die Tiefe - wenn auch nur knapp. Pastor Bob Hill, der das Herrenhaus am Ende der Brücke bewohnt, glaubt jedoch nicht an die Gespenstergeschichten, die sich rund um die Overtoun Bridge ranken: „Die Hunde erschnüffeln den Geruch von Nerzen, Mardern und anderen kleinen Säugetieren am Grund der Schlucht. Davon überwältigt, springen sie auf die Brüstung. Weil die sich schräg nach außen absenkt, rutschen sie hinunter.” Auch Verhaltensforscher David Sands unterstützt diese Theorie. „Setzt der Jagdtrieb ein, fehle den Hunden die Perspektive. Sie können dann nicht einschätzen, dass aus dem Pfad im Wald eine Brücke wird und dass es tief nach unten geht.”

Zwischen Wissenschaft und Aberglauben

Faszinierender, vor allem für die abergläubischen Schotten, ist dagegen die Schlussfolgerung des Religionslehrers Paul Owens aus Glasgow: „Nach elf Jahren der Recherche bin ich mir sicher, dass hinter all dem ein Geist steckt.” Selbst Bewohner, die die wissenschaftliche Theorie logischer finden, fragen sich bis heute: Es müsste doch viele Brücken dieser Bauart geben:

Warum also stürzen sich die Hunde nur von den Overtoun Bridge in den Tod?