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Aspirin und Paracetamol: Medikamente für Menschen sind nichts für Katzen!

Frau gibt Katze Medikament aus der Hand advice
© Shutterstock

Was dem Menschen hilft, kann dem Tier doch nicht schaden – oder doch? Wirken Klassiker der Humanmedizin auch bei flauschigen Fellnasen? Ob Sie Ihrer Katze Schmerzmittel verabreichen können, erfahren Sie hier.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Katzen vertragen Paracetamol und Acetylsalicylsäure (Aspirin) nur in sehr geringen Dosen
  • Schon eine leichte Überdosierung führt zur Vergiftung!
  • Eine toxische Dosis hat bei der Katze schnell tödliche Folgen

Paracetamol für die Katze: erlaubt oder verboten?

Bei Paracetamol handelt es sich um ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Mittel. Es hat keine entzündungshemmende Wirkung. Katzen reagieren sehr empfindlich auf Paracetamol. Die minimale toxische Dosis liegt bereits bei 10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Am besten verzichten Katzenhalter deshalb ganz auf die Gabe des Wirkstoffs. Zumal die Wirkung zusätzlich vom Ernährungszustand des Tieres abhängt. Dünne oder unterernährte Stubentiger können schneller unter Vergiftungserscheinungen leiden. Selbiges gilt übrigens für Ibuprofen, das für Katzen tödlich ist.

Wie äußert sich eine Vergiftung durch Paracetamol bei der Katze?

Etwa ein bis vier Stunden nach einer toxischen Dosis Paracetamol zeigen sich die ersten Vergiftungssymptome. Das vorrangig betroffene Organ ist die Leber. Allerdings kommt es bereits vor der endgültigen Leberschädigung zur Oxidation des Hämoglobins: Es kann kein Sauerstoff mehr durch das Blut transportiert werden. Das hat den Kreislaufzusammenbruch des Tieres zur Folge.

Aspirin für die Katze: erlaubt oder verboten?

Wie auch Paracetamol hat Aspirin eine schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung. Zusätzlich übernimmt es im Körper jedoch auch eine entzündungshemmende Funktion. Zu den Nebenwirkungen gehören eine Erhöhung der Blutungsneigung. Außerdem werden die Schleimhäute im Magen- und Darmtrakt geschädigt. Geschwüre oder gar Magen- und Darmdurchbrüche sind eventuell die Folge.

Die Vierbeiner vertragen den Wirkstoff Acetylsalicylsäure nahezu nicht. Die maximale nicht-toxische Dosis ist so gering, dass der Laie zu Hause sie kaum selbst verabreichen kann. Sie beträgt einmal täglich 5-25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Wie äußert sich eine Vergiftung durch Aspirin bei der Katze?

Erste Symptome durch eine Acetylsalicylsäurevergiftung treten nach etwa vier bis sechs Stunden auf. Die Samtpfote erbricht und zeigt gegebenenfalls Magenblutungen. Durchfall ist ebenfalls ein mögliches Vergiftungssymptom. Sobald die kleine Fellnase Anzeichen einer toxischen Reaktion zeigt, muss der Halter sie umgehend um Tierarzt bringen.

Unsere Empfehlung: Vorsicht bei Selbstmedikation!

Grundsätzlich sind Haustiere von Humanmedikamenten fernzuhalten. Gerade Katzen reagieren auf viele Wirkstoffe sehr empfindlich – schon bei geringen Mengen. Die Reaktion von Miezi auf Paracetamol und Aspirin fällt außerdem mitunter sehr heftig aus. Sie führt zügig zum Tod. Lassen Sie deshalb lieber die Finger von Selbstmedikation. Bringen Sie Ihren Stubentiger lieber gleich zum Tierarzt. Dort wird ihm professionell geholfen. Und: Lassen Sie Ihre Medikamente niemals für Ihre Katze zugänglich herumliegen! Ganz egal, ob sie die Antibabypille, Schlaftabletten oder Betablocker gefressen hat – die Folgen sind fatal.