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Für den tierischen Mineralstoffhaushalt: Schüssler Salze für Hunde

Hund blickt auf Tabletten advice
© Shutterstock

Schüssler Salze sind für die sanfte Behandlung verschiedener Befindlichkeiten bei Hunden geeignet. Ihr System ist auf bestimmten Mineralstoffen begründet. Bei Mineralstoffen handelt es sich um lebenswichtige Elemente, die dem Körper über die Nahrung regelmäßig zugeführt werden müssen. Wenn dem Organismus einer der Stoffe fehlt, kann Ihr Hund krank werden. Ein Mineralstoff-Mangel macht sich im Organismus des Hundes genauso bemerkbar wie beim Menschen. Durch Schüssler oder Schüßler Salze kann der Mangel behoben werden. Zur Behandlung von schweren Krankheiten oder wenn eine Krankheit länger andauert, muss der Hund dennoch zwingend zum Tierarzt.

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler wollte eine einfache Methode schaffen, mit der auch Laien eine Mineralstoff-Behandlung durchführen können
  • Schüssler Salze sollen Krankheiten vorbeugen. Zudem sollen sie bereits bestehende Beschwerden beseitigen oder lindern
  • Bestimmte Mineralien können unterschiedlichen Organen zugeordnet werden
  • Die Dosierung sollte nicht leichtfertig, sondern von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker festgelegt werden, da es sonst zu Schäden kommen kann

Einordnung der Schüssler Salze

Schüßler stellte in diversen pathologischen Untersuchungen fest, dass unterschiedlichen Organen bestimmte Mineralien zugeordnet werden können. Er konnte 12 Mineralstoffe isolieren, die er anschließend homöopathisch aufbereitete. Durch entsprechende Potenzen hat sich die Heilwirkung entfaltet. Die 12 sind Funktionsmittel, die später durch Ergänzungsmittel erweitert wurden. Schüßler hat sich eindeutig von der Homöopathie distanziert. Nach dem deutschen Arzneimittelgesetz werden Schüßler Salze als homöopathische Arzneimittel eingeordnet.

Wie können Schüssler Salze helfen?

Das Gleichgewicht der Mineralsalze kann durch verschiedene Faktoren gestört werden. Dazu gehören Kälte, Hitze, Umweltgifte und falsche Ernährung. Vom Körper wird deswegen der eigene Speicher aufgebraucht. Das hat einen Gewebeabbau zur Folge, der im Blut und den Organen zu krankhaften Veränderungen führt. Diese Funktionsstörungen können sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Dazu gehört Abgeschlagenheit, schlechte Wundheilung oder ständige Erkältung. Wird der Mineralstoffmangel beseitigt, kann sich der Körper wieder erholen. Durch Schüssler Salze können die Mineralstoffe ergänzt werden. Heute wird nicht mehr davon ausgegangen, dass die fehlenden Stoffe direkt durch die Schüssler Salze ersetzt werden. Sie werden in geringen Potenzen eingesetzt und regen so Vorgänge im Körper an, die es ihm ermöglichen, selbst für einen Ausgleich der Ungleichgewichte zu sorgen.

Schüssler SalzeSchüssler Salze schmecken in Form von Globuli oder Milchzucker-Tabletten auch dem Hund© Shutterstock

Schüssler Salze für Hunde

Auch Hunde sind verschiedenen Einflüssen der Umwelt ausgesetzt. Das angebotene Futter liefert dem Hund nicht wirklich alles, was er benötigt. In vielen Futtermitteln sind außerdem Zusatzstoffe enthalten, für die der Hund keine Verwendung hat. In seinem Körper können sich daher Gifte ablagern. Es können sich auch an Haut und Krallen Veränderungen zeigen, das Fell wird struppig, er riecht unangenehm aus dem Maul. Organ- und Skelettschäden können später dazukommen. Ungleichgewichte und Mängel lassen sich durch Schüßler Salze ausgleichen. Dabei sollte aber immer bedacht werden, dass sie auch Grenzen haben. Die Ursachenforschung sollte unbedingt bei einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker erfolgen. Schüßler Salze können Hunden in Form von Globuli oder als Milchzucker-Tabletten verabreicht werden. Sie sind leicht süßlich im Geschmack, daher nehmen sie die meisten Hunde sehr gerne an. Andernfalls lassen sie sich leicht ins Futter mischen oder im Trinkwasser auflösen.

Wie werden Schüssler Salze für Hunde dosiert?

Die Größe des Hundes ist entscheidend für die Dosierung. Die Faustregel besagt, dass kleine Hunde pro Tag eine Tablette bekommen. Zwei Tabletten sind es bei Hunden zwischen 10 und 30 Kilogramm. Hunde mit einem Gewicht von über 30 Kilogramm bekommen zwei bis vier Tabletten täglich. Kommt es zur Überdosierung, zeigt der Hund das mit Durchfall. Der Körper scheidet überflüssige Schüssler Salze, die er nicht verwerten kann, so wieder aus.

Durch ein Übermaß kann dem Hund genauso geschadet werden wie durch eine Unterversorgung.

Wann dürfen Schüssler Salze nicht zum Einsatz kommen?

Es gibt verschiedene Situationen, die es erforderlich machen, den Hund einem Tierarzt vorzustellen.

  • Bei einer leichten Erkrankung tritt nach drei Tagen keine Besserung ein
  • Das Krankheitsbild wird schlechter
  • Es handelt sich um eine schwere Erkrankung

Die Schüssler Salze müssen deswegen nicht komplett abgesetzt werden. In Absprache mit dem Tierarzt können sie weiter unterstützend gegeben werden. Mit Silicea beispielsweise kann die Wundheilung nach einer Operation beschleunigt werden.

Wirken Schüssler Salze überhaupt?

Es wird immer wieder die Kritik laut, dass die Schüssler Salze gar keine Wirkung hätten. Durch die verschiedenen Potenzierungen ist in manchen Verdünnungen vom Ursprungsstoff so gut wie nichts mehr nachzuweisen. Viele Wissenschaftler berufen sich auf den wissenschaftlich nachgewiesenen erweiterten Placebo-Effekt. Der Mensch glaubt, dass eine Verbesserung eintritt. Dieser Glaube überträgt sich auf den Hund und macht die Schüssler Salze damit wirksam. Während die einen auf Schüssler Salze schwören, tun andere sie als überflüssig und unwirksam ab. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er Schüssler Salze für wirksam hält.

Die 12 Funktionsstoffe mit ihren lateinischen Namen

  • Calcium fluoratum ist für das Knochensystem, besonders bei Arthrose und Arthritis, und sorgt für die richtige Elastizität des Gewebes
  • Calcium phosphoricum ist ein allgemeines Stärkungsmittel zur Abwehr von Krankheiten und zur Erholung und Genesung bei Schwäche
  • Ferrum phosphoricum (D12) bei Entzündungen und Infektionen, mittelhohem Fieber. Es regt das Immunsystem, die Blutbildung und Durchblutung an
  • Kalium chloratum (D6) für die Schleimhaut und bei deutlichen Entzündungen wie Schnupfen
  • Kalium phosphoricum für die Nerven, zur Behandlung von depressiver Stimmung, Nervosität und Angstzuständen. Bei Schmerzen mit Muskelschwäche, Lähmung, Inkontinenz und hohem Fieber kommt es ebenso zum Einsatz
  • Kalium sulfuricum (D6) für Haut und Fell. Es regt die Leber an, unterstützt bei der Entgiftung und eitrigen Entzündungen. Es hat eine regenerierende Funktion
  • Magnesium phosphoricum gegen plötzliche Schmerzen und Krämpfe
  • Natrium chloratum (D6) reguliert den Säure-Basen-Haushalt, die Bildung neuer Zellen wird unterstützt
  • Natrium phosphoricum (D6) hilft, Säuren abzubauen. Der ph-Wert des Blutes wird stabilisiert
  • Natrium sulphuricum (D6) oder Glaubersalz hilft beim Entschlacken, da es die Ausscheidungsfunktionen des Körpers anregt
  • Silicea oder Kieselsäure ist in allen Organen zu finden. Es unterstützt die Entwicklung und Stabilisierung von Knochen, Sehnen und Zähnen
  • Calcium sulfuricum reinigt und entgiftet, besonders bei eitrigen Hauptproblemen
Ob jemand seinem Hund einer Schüssler Therapie unterziehen möchte oder nicht, kommt natürlich immer auf die eigene Meinung an. Sie schaden dem Hund auf jeden Fall nicht und können ihn unterstützen. Wer nicht sicher ist, kann sich mit seinem Tierarzt abstimmen.