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Dürfen Hunde Katzenfutter essen?

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© Shutterstock

Wenn Hunde und Katzen die gleiche Nahrung aufnehmen könnten, wäre dieser Artikel überflüssig. Wir erklären, warum Katzenfutter für Hunde nicht geeignet ist und warum es schädlich für die Gesundheit des Hundes sein kann.

 

von Carina Petermann

Katze und Hunde haben unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse. Weil Katzen Raubtiere sind, müssen sie viel Fleisch zu sich nehmen. Ihr Organismus verarbeitet viele Proteine. Im Gegensatz zu Wölfen gelten Hunde als Allesfresser und ihr Körper kann nur weniger Eiweiße verarbeiten.

Aus diesem Grund beinhaltet Katzenfutter mehr Proteine als Hundefutter. Dazu zählen Fleisch, Fisch und ein starker Duft. Hunde können dem nur selten widerstehen. In Haushalten mit Hund und Katze, interessiert sich ersterer oft für das Futter der Mieze.

Isst der Hund ab und zu Katzenfutter, ist dies nicht tragisch. Verantwortungsvolle Hundehalter achten jedoch auf die Gesundheit ihres Hundes und die geeignete Ernährung.

Ernährungsbedürfnisse und Hund und Katze

Kalorien

Kleine Hunde brauchen täglich ungefähr 185 bis 370 Kalorien. Große Hunde sollten zwischen 1000 und 2000 Kalorien am Tag zu sich nehmen, wenn sie jung sind

und sich sehr viel bewegen. Gesunde Katzen benötigen nur 220 bis 350 Kalorien am Tag. Der Kalorienbedarf eines kleinen Hundes ist somit mit einer Schüssel Katzenfutter gedeckt, nicht jedoch der eines größeren Hundes.

Proteine

Ein weiteres Defizit liegt bei den Proteinen. Hundefutter enthält ausreichend Eiweiß, um die Bedürfnisse des Hundes zu decken. Katzenfutter hingegen enthält zu viel tierische Proteine für einen Hund. Futtermittelhersteller scheiden die Menge an Eiweiß auf das jeweilige Tier zu.  

Zu viel tierische Proteine in Katzenfutter können einem Hund schaden. Hat der Hund Nierenleiden oder Leberschäden, kann sich dies verheerend auf die Gesundheit der Organe auswirken.

Fette

Der ideale Fettanteil in der Hundeernährung liegt zwischen 9 und 15 Prozent der Gesamtkalorien. Fette sind für ein gesundes, nicht stumpfes Fell, eine gesunde Haut, Schnauze, Ohren und Pfoten wichtig. Hunde haben immer große Lust auf fettiges Essen, aber wie bei uns Menschen kann zu viel davon kann zu Übergewicht führen.

Katzenfutter enthält mehr Fett als Hundefutter, denn Katzen sollten 30% ihrer Kalorien über Fette aufnehmen. Katzen wandeln Fette effektiver in Energie um. Außerdem nutzen sie ihre Fettreserven, um Mineralien aufzunehmen. Wenn Hunde Katzenfutter essen, nehmen sie schnell an Gewicht zu.

Kohlenhydrate

Menschen lieben Kohlenhydrate, aber zu viele davon sind schädlich. Das Gleiche gilt auch für Hunde. Katzenfutter enthält zuviel davon und sollte daher Hunden nicht gefüttert werden.

Wie auch bei den Fetten kann es zu Übergewicht und zu anderen Krankheiten kommen. Hunde bekommen ihre Kohlenhydrate in der Regel über die Fette und Proteine aus einer ausgewogenen Ernährung.

Außer diesen Makronährstoffen gibt es noch weitere Unterschiede zwischen Hunde- und Katzenfutter:

  • Hunde nehmen viele Nährstoffe aus Aminosäuren auf.

  • Hunde können Karotin in Retinol umwandeln, um Vitamin A herzustellen. Katzen sind dazu nicht fähig und müssen direkte Vitamin A-Quellen zu sich nehmen.

Ist Katzenfutter schlecht für Hunde?

Wenn Sie kein Hundefutter mehr haben und nur Katzenfutter im Haus, dann ist das unbedenklich, solange es nur ein Notfall ist. Längerfristig gesehen sind die zu hohen Eiweißanteile im Katzenfutter jedoch schädlich für den Hund. Sie können Übergewicht  verursachen oder zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen.

Außerdem könnte der Hund sich übergeben müssen oder Durchfall bekommen.

Achten Sie darauf, stets das geeignete Futter für Ihren Hund zu Hause zu haben: Hunde werden mit Hundefutter ernährt, Katzen mit Katzenfutter. Stellen Sie sicher, dass er alle Mineralien und Nährstoffe bekommt, die er für ein gesundes und aktives Leben braucht.

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