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Bordeaux Dogge: In diesen Bundesländern ist sie ein Listenhund

Bordeaux Dogge am Strand advice
© Shutterstock

Die Bordeaux Dogge ist ein stattliches Tier – und ehemaliger Kampfhund. Doch in welchen Bundesländern gilt sie als Listenhund? Und welche Auflagen müssen Hundehalter erfüllen?

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bordeaux Dogge steht in vier Bundesländern auf der Rasseliste und wird dort somit als gefährlich eingestuft
  • In allen vier Bundesländern gilt sie als Kategorie Zwei-Hund – also als Rasse mit vermuteter Gefährlichkeit
  • Für Hunde der zweiten Kategorie lässt sich durch ein Negativzeugnis die Gefährlichkeit widerlegen

Bordeaux Dogge: Ein kräftiger Schmusebär

Die Bordeaux Dogge ist eine echte Wucht. Sie erreicht eine durchschnittliche Widerristhöhe von 58 bis 68 Zentimetern. Auf die Waage bringt sie zwischen 45 und 50 Kilogramm. Sie gehört zu den ältesten Hunden Frankreichs: Bereits im 14. Jahrhundert wurde sie als Arbeitshund von Saupackern genutzt.

Hundekämpfe mit Bullen und Bären

Seither hat die Dogue de Bordeaux, wie sie auch genannt wird, einen langen Weg hinter sich. Im 18. und 19. Jahrhundert war sie eine beliebte Rasse für organisierte kriminelle Hundekämpfe. Ein Schicksal, das sie mit vielen anderen sogenannten Listenhunden teilt. Aufgrund der kräftigen Statur wurde sie vor allem im Kampf mit Bären und Bullen eingesetzt.

Nach den beiden Weltkriegen war die Rasse weitestgehend verschwunden – sie drohte auszusterben. Die Franzosen Triquet und Luquet widmeten sich dem systematischen Wiederaufbau der Rasse.

Ist die Bordeaux Dogge ein Listenhund?

Ob ein Hund als Listenhund gilt, bestimmt in Deutschland jedes Bundesland selbst. Die Liste unterteilt sogenannte Kampfhunderassen meist in zwei Kategorien: Kategorie Eins umfasst gefährliche Hunde. Kategorie Zwei führt Hunde bestimmter Rassen, beziehungsweise Hunde, bei denen eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit vermutet wird. Hunde der zweiten Kategorie gelten also generell als weniger gefährlich.

Listenhund in vier Bundesländern

In folgenden vier Bundesländern gilt die Bordeaux Dogge als Listenhund der Kategorie Zwei. Auch Mischlinge und Kreuzungen mit der Bordeaux Dogge gelten als Listenhunde bzw. sogenannte Kampfhunde.

Was bedeutet das für Hundehalter?

Wer sich einen Listenhund anschaffen möchte, hat bestimmte Auflagen zu erfüllen. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Haltung von Kategorie Zwei-Hunden weniger reglementiert ist als die Haltung gefährlicher Hunde.

Negativzeugnis in allen vier Bundesländern möglich

In allen vier genannten Bundesländern kann die Bordeaux Dogge ohne Einschränkungen gehalten werden – unter bestimmten Bedingungen. Bei Hunden der zweiten Kategorie lässt sich die Gefährlichkeit durch ein sogenanntes Negativzeugnis widerlegen. Hierfür muss das Tier einen Wesenstest bestehen, den ein zertifizierter Gutachter ausführt. Bei bestandenem Wesenstest sind keine weiteren Auflagen zu erfüllen.

Ohne Wesenstest: Kategorie Eins

Andernfalls wird das Tier als Listenhund der ersten Kategorie geführt. In diesem Fall besteht in Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg eine Erlaubnispflicht. Dafür sind ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Sachkundenachweis seitens des Halters erforderlich, außerdem muss oftmals ein berechtigtes Interesse der Haltung nachgewiesen werden. In Brandenburg besteht für Kategorie Eins-Hunde ein generelles Haltungs- und Zuchtverbot.

Erhöhte Steuerlast für Listenhunde

Halter von Listenhunden zahlen meistens mehr Steuern. Das gilt in der Regel auch für Hunde der zweiten Kategorie, wenn sie den Wesenstest bestanden haben. Den genauen Hundesteuersatz legen die einzelnen Städte und Kommunen fest, sodass er stark schwanken kann. Für Listenhunde liegt er meist zwischen 150 und 1.300 Euro pro Jahr.

Unsere Empfehlung: Sachkunde kann nie schaden

Eine Vorverurteilung bestimmter Rassen ist unter Hundehaltern und Kennern fragwürdig. Generell kann ein bisschen Know-how bei der Hundeerziehung nicht schaden. Wer also freiwillig die Sachkundeprüfung erbringt, zieht sich einen gehorsamen Hund heran.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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