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Fellwechsel: Dem Hund helfen, wenn es juckt und kratzt

Hund Fellwechsel advice © Shutterstock

Haare zu verlieren, ist für den Vierbeiner ein wichtiger und natürlich biologischer Anpassungsprozess. Dass dies allerdings im Frühjahr und im Herbst viel Stress und Anstrengung bei den meisten Hunden bedeutet, wissen nicht alle Besitzer. Deshalb klärt dieser Beitrag darüber auf, wie Frauchen und/oder Herrchen dem Hund beim Fellwechsel helfen können.

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fellwechsel ist ein wichtiger Prozess für Hunde, um die eigene Temperatur anzupassen
  • Sowohl beim Fellwechsel im Frühjahr als auch beim Fellwechsel im Herbst verlieren Vierbeiner viele Haare
  • Jedes Tier hat einen eigenen Rhythmus, sodass es keinen allgemeingültigen Monat für den Fellwechsel beim Hund gibt
  • Abhängig ist der Fellwechsel von Rasse, Hormonstatus, Licht, Temperatur, Ernährung und Gesundheitszustand

Fellwechsel: Wie kann ich meinem Hund helfen?

Das Fell ist für den Hund das, was für uns die Kleidung ist. Im Wechsel der Jahreszeiten verändern nicht nur wir unser zur Verfügung stehendes Bekleidungssortiment. Auch der Vierbeiner wechselt seine Haarpracht. Das Fell bedeckt in der Regel den gesamten Körper. Je nach Hunderasse mal mehr, mal weniger stark. Auch langhaarige und kurzhaarige Hunde haaren nicht gleich viel, kastrierte Hunde haaren grundsätzlich mehr und läufige Hündinnen haaren besonders viel. Bei jungen Tieren ist der Fellwechsel oft schneller verrüber. Eines haben jedoch fast alle Fellnasen gemeinsam: zweimal jährlich wechseln sie ihr Fell.

Wann der Fellwechsel beim Hund ansteht und wie lange der Fellwechsel dauert, ist abhängig von Temperatur, Licht, Rasse, Gesundheit, Ernährung, Hormonstatus sowie Alter.

Es gibt keinen expliziten Tag oder ein spezielles Datum, an dem alle Hunde ihr Fell wechseln. Tatsache ist, dass sie sich den Umgebungstemperaturen anpassen. Einige Haustiere sind dabei wetterfühliger als andere. Sowohl zum Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, als auch zum Herbst, wenn es kälter wird, ist es dann so weit. Der Wechsel dauert zwischen vier und acht Wochen.

Eine unangenehme Zeit für Vierbeiner

Die Hunde sind in dieser Zeit sehr gestresst. Der Fellwechsel ist nicht angenehm, sondern strengt an. Insbesondere Rassen mit starker Unterwolle sind häufig von Juckreiz betroffen, da die toten Haare stören. Manchmal sieht der Hund beim Fellwechsel müde oder krank aus. Deshalb stellt sich oft für Besitzer die Frage „Wie kann ich meinem Hund beim Fellwechsel helfen?“. Nachfolgend finden Interessierte eine Liste mit Empfehlungen, wie der Vierbeiner am besten unterstützt werden kann.

Hund FellwechselEine unangenehme Zeit für den Hund: Der Fellwechsel© Shutterstock

Unsere Empfehlung: Dem Hund liebevoll beim Fellwechsel helfen

Es ist keine Seltenheit, dass Frauchen oder Herrchen den Fellwechsel beim Hund beschleunigen möchten. Vor allem dann, wenn der Vierbeiner unter dem abgestorbenen Fell leidet. Wenn der Hund länger braucht oder Probleme beim Fellwechsel hat, können folgende Tipps ihn unterstützen:

  • Gute Futteröle: Empfehlenswert für ein glänzendes und natürliches Fell sind Lachs-, Lein- und Hanföl. Sie können unter die Nahrung gemischt werden, am besten in Abstimmung mit dem Tierarzt
  • Nährstoffreiche Ernährung: Ein ausgewogener Speiseplan hilft dem Vierbeiner in dieser anstrengenden Zeit sehr. Nährstoffreiches Futter ist ideal, damit das nachwachsende Fell gesund und kräftig bleibt. Besonders gut wirken Bierhefe, Hagebutte, ungesättigte Fettsäuren, Eiweiße und Biotin
  • Regelmäßige Fellpflege: Ob davor, währenddessen oder danach – eine regelmäßige Pflege des Fells ist sehr wichtig. Beim täglichen Kämmen und Bürsten filtern Sie abgestorbene Haare einfach heraus und befreien den Liebling von totem Fell. Zudem fördert das regelmäßige Bürsten beispielsweise die Durchblutung der Haut. Häufigkeit und Art der Fellpflege sind von der Rasse des Hundes abhängig
  • Rat vom Tierarzt: Es gibt allerdings Situationen, in denen ein Veterinär hinzugezogen werden sollte. Dies ist beispielsweise der Fall bei verstärkter Bildung von Schuppen beim Fellwechsel beim Hund. Auch ist ein extremer Fellwechsel beim Hund alarmierend und sollte fachmännisch untersucht werden.
Tipp: Wer sich fragt, ob Homöopathie dem Hund beim Fellwechsel hilft, bespricht diese Methode am besten mit dem Tierarzt. Eigentherapie ist im Regelfall keine gute Idee.